last edited: Thu, 11 Jul 2019 12:49:16 +0200  
Heute haben wir die Lokalpräpositionen geübt, indem die Lernenden eigene Sätze mit Gegenständen und den Verben sein, liegen, sitzen, stehen, gehen, legen, setzen und stellen bildeten. In diesem Zusammenhang haben wir auch die Dativ- und Genitiv-Deklination geübt. Die Lokalpräpositionen gegenüber, entlang, zu, durch und bis haben wir vertieft untersucht. Die Lernenden haben danach eine Übung dazu selbständig gelöst. Diese Übung haben wir zum Schluss korigiert.  

Sätze bilden mit Lokalpräpositionen

  • Wo hast du die Socken versteckt? Im Schrank.
  • Wo hast du die Oliven gefunden? Im Kühlschrank.
  • Woher kommst du? Aus der Schweiz.
  • Das Koreanisch-Wörterbuch liegt zwischen den anderen zwei Büchern.
  • Wir sitzen auf den Stühlen.
  • Die Zettel liegen um den Kübel (herum). = Die Zettel sind um den Kübel verteilt.

gegenüber + Dat.; Dat. + gegenüber

Für die Präposition gegenüber gilt:
  • gegenüber kann vor oder hinter dem Nomen-Bezugswort stehen:
    • Voranstellung: Gegenüber der Kirche steht eine Bank.
    • Nachstellung: Der Kirche gegenüber steht eine Bank.
  • gegenüber muss hinter dem Pronomen-Bezugswort stehen:
    • Gestern saß Frau Meier mir/dir/ihm/ihr/ihm/uns/euch/ihnen gegenüber.

Akk. + entlang; entlang + Gen.

Für die Präposition entlang gilt:
  • Nachstellung: Die Präposition entlang kann hinter dem Bezugswort stehen. Dann verlangt sie den Akkusativ, selten (aber noch schweizerisch) den Dativ. Diese Form wird meist zusammen mit einem Dislokationsverb (auf die Frage "wohin?": gehen, fahren, laufen, rennen, spazieren, führen etc.) verwendet, zeigt somit eine parallele Bewegung an und entspricht dem Verb folgen:
    • Am Sonntag sind wir drei Stunden den Rhein entlang spaziert.
    • Als Frage: Wo lang hat sie euch geführt?
    • Im Relativsatz: Dies ist die Bahnlinie, die/welche entlang / wo lang wir letzten Sommer Rad gefahren sind.
  • Voranstellung: Die Präposition entlang kann jedoch auch vor dem Bezugswort stehen. Dann verlangt sie den Genitiv, seltener den Dativ, veraltet den Akkusativ. Diese Form wird meist mit Verben, die ein Verbleiben an Ort und Stelle (auf die Frage "wo?") ausdrücken (sein, (ver)bleiben, stehen, liegen, sitzen, es gibt etc.), verwendet:
    • Entlang des Rheins gibt es spezielle Entsorgungseinrichtungen.
    • Er hat sich intensiv auf die 10,5 Kilometer lange Strecke entlang des Rheins vorbereitet. = Er hat sich intensiv auf die 10,5 Kilometer lange Strecke, die entlang des Rheins ist/liegt, vorbereitet.
    • Als Frage: Entlang welcher Strasse gibt es viele Unfälle?
    • Im Relativsatz: Er erinnert sich gerne an die Eisenbahnstrecke durch Sibirien, entlang deren viele Birken wachsen/stehen.

(von + Dat.) bis + Akk.

Die entsprechende Frage lautet "(von woher) bis wohin?"
von als Lokalpräposition gibt das Verlassen eines Startpunktes oder einer Herkunft an. bis als Lokalpräposition gibt das Erreichen eines Endpunktes an.
  • Endpunkt ohne Artikel: von Anfang bis Ende = vom Anfang bis ans Ende; bis hierher; bis dorthin
  • Endpunkt ohne Artikel → + fakultatives nach: bis (nach) München; von unten bis (nach) oben
  • Endpunkt mit Artikel: bis an den Rhein; bis in das Tal (hinein); bis zur Haltestelle

durch + (Akk.)

durch als Lokalpräposition kennzeichnet eine Bewegung, die auf der einen Seite in etwas hinein- und auf der anderen Seite wieder herausführt, oder eine (Vorwärts)bewegung über eine (längere) Strecke innerhalb eines Raumes, Gebietes o. Ä. Beispiele:
  • durch die Tür gehen
  • das Geschoss drang durch den rechten Oberarm
  • Nudeln durch ein Sieb gießen
  • durch die Nase atmen
  • durch das Wasser waten
  • durch den Park bummeln
  • In übertragener Bedeutung: Mir schießt ein Gedanke durch den Kopf.
  • Als Fragewort:  Wodurch sind wir letztes Jahr gefahren?
  • Als Relativsatz: Dies ist der Tunnel, wodurch / durch den/welchen wir letztes Jahr gefahren sind.

zu + Dat.

zu als Lokalpräposition gibt die Richtung (einer Bewegung) auf ein bestimmtes Ziel (Personen, Plätze und Ortsangaben mit Artikel, kurzfristige Erledigungen) hin an. Beispiele:
  • Das Kind läuft zu seiner Mutter / zum nächsten Haus.
  • Er kommt morgen zu mir.
  • Kommst du mit zum Schwimmen?

 last edited: Wed, 10 Jul 2019 18:09:23 +0200  
Zuerst haben wir uns frei unterhalten und gemeinsam die Hausaufgaben korrigiert. Dann haben wir die Substantivierung von Verben, die Kommaregel bei Aufzählungen, die Final-Nebensätze und die Lokalpräpositionen geübt.
Die Lernenden haben zum Schluss in ihrem individuellen Tempo eine Übung zu den Präpositionen schriftlich gelöst. Danach haben wir diese gemeinsam korrigiert.  

Freie Unterhaltung

Meine Freunde sind ins Karaoke gegangen.
Ich habe am Computer, im Garten und in der Küche gearbeitet. Ich habe gebacken und einen Kuchen in den Ofen geschoben.
Die Kinder machen keine Fehler.

Korrektur der Hausaufgaben

  • Womit gehst du zur Arbeit?
  • Wir fahren mit dem Auto dorthin.
  • Mein Freund ist sehr freundlich und verantwortlich.
  • Es ist unverantwortbar, den Abfall nicht zu sortieren.
  • Mir fehlen noch vier Sätze.

Dativobjekt + fehlen

Dativobjekt + fehlen wird verwendet, um einen Verlust auszudrücken. Das Subjekt im Satz ist das, was fehlt. Das Dativobjekt ist/sind die Person(en), die den Verlust fühlt/fühlen.
  • Du fehlst mir. (Das ist mein Gefühl.)
  • Wir fehlen ihr. (Das ist ihr Gefühl.)
  • Sie fehlt uns. (Das ist unser Gefühl.)
  • Ihm (dem Hund) fehlt der Knochen.
  • Ihm (dem Haus) fehlt ein Dach.
  • Ihnen (diesen Pflanzen) fehlt Wasser.

Substantivierung von Verben

Alle Verbinfinitive können ohne Änderung der Form als Substantive verwendet werden. Das korrespondierende Substantiv ist stets ein deklinierbares Neutrum und Singularetantum. Beispiele:
  • tanzen → das Tanzen
  • schwimmen → das Schwimmen
  • reiten → das Reiten

Kommaregel bei Aufzählungen

Bei Aufzählungen wird zwischen den Aufzählungselementen ein Komma gesetzt. Nur vor dem letzen Element wird statt einem Komma ein und gesetzt.
  • a, b, c und d
  • grüne, gelbe und rote Tomaten

Finale Nebensätze mit um ... zu ... oder mit damit

Der Nebensatz enthält das Ziel oder den Zweck, der Hauptsatz die Handlung, die zur Erreichung des Ziels unternommen wird. Das Fragewort ist wozu. Bei Nebensätzen mit damit steht das Verb am Ende. Die Umstellung von Haupt- und Nebensatz ist möglich.
  • Wozu geht ihr ins Kino?
  • Wir gehen ins Kino, damit wir einen Film sehen. =
  • Damit wir einen Film sehen, gehen wir ins Kino.
Wenn im damit-Satz ein identischer Nominativ steht, kann dieser wegfallen. Allerdings muss der damit-Satz in einen Infinitivsatz mit um ... zu ... umgewandelt werden. Beispiel:
  • Wir gehen ins Kino, damit wir einen Film sehen. =
  • Wir gehen ins Kino, um einen Film zu sehen. =
  • Um einen Film zu sehen, gehen wir ins Kino.

Lokalpräpositionen

Lokalpräpositionen werden verwendet
  • zur Angabe des Herkunftsortes (woher?): ab, aus, von + Dat.
  • zur Angabe des Ortes (wo?):
    • an, auf, außer, bei, gegenüber, hinter, in, neben, über, unter, vor, zwischen + Dat.
    • abseits, außerhalb, diesseits, entlang, inmitten, innerhalb, jenseits, längs, oberhalb, unterhalb, unweit + Gen.
    • um + Akk.
  • zur Angabe der Zielrichtung und des Zielortes (wohin?):
    • an, auf, bis, durch, gegen, hinter, in, neben, über, unter, vor, zwischen + Akk.
    • nach, zu + Dat.
  • Verben, die mit einer Zielrichtung oder einem Zielort verwendet werden:
    • gehen: Ich gehe nach Zürich.
    • legen: ich lege mich auf mein Bett.
    • setzen: Ich setze mich auf den Stuhl.
    • stellen: Ich stelle die Flasche auf den Tisch.
  • Verben, die mit einem Ort verwendet werden:
    • sein: Ich bin in Zürich.
    • liegen: Ich liege im Bett.
    • sitzen: Ich sitze auf dem Stuhl.
    • stehen: Die Flasche steht auf dem Tisch.

Vokabular

  • etwas (Akk.) irgendwohin gießen, ich habe etwas in die Tasse gegossen.
  • etwas (Akk.) irgendwohin schütten, ich habe etwas in den Abfluss geschüttet. (grobmotorischer als gießen)
  • blühen, die Blume blühte während des Sommers, die Blume hat einmal geblüht.
  • schwitzen, ich habe geschwitzt.
  • verschwitzt sein
  • irgendwohin eindringen, das Wasser ist ins Schiff eingedrungen.
  • die übrigen Leute
  • sein, ich bin gewesen

Hausaufgaben

Schreibe zehn Sätze auf mit Elementen, die du heute gelernt hast.

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 last edited: Wed, 03 Jul 2019 20:51:07 +0200  
Heute haben wir zuerst die Hausaufgaben korrigiert. Danach haben wir die Adjektive/Adverben mit den Affixen -lich und -al angeschaut.

Korrektur der Hausaufgaben

  • Ich hätte gerne etwas (Akk.).
  • Ich möchte gerne (+ Obj.) + Verb
  • Wie lange halten sie sich?
  • hierher: Wie oft kommen Sie hierher?
  • dorthin: Ich gehe dorthin.
  • von/aus + Dat. auf die Frage "Woher?": Diese Sachen kommen/sind von hier/von einer Insel/aus einer Stadt/aus einem Land/aus einer Region.
  • in/auf/an/unter/vor/hinter + Dat. auf die Frage "Wo?": Der Rhein ist ein Fluss in Basel. Der Eiger ist ein Berg in der Schweiz. Meine Schwester macht Ferien auf einer Insel/im Irak.
  • in/auf/an/unter/vor/hinter + Akk., zu + Dat.  auf die Frage "Wohin?": Du gehst nach Zürich. Sie ist schon nach Hause gegangen. Wir gehen für den Urlaub nach Deutschland/in die Schweiz/in die Türkei/in die U.S.A./in den Iran/in den Irak. Ihr geht zum Rhein/zum Platz/zum Park/zum Arzt/zum Markt/zur Schule/auf den Platz/in den Park/in die Schule/an den Rhein.
  • um zu: Wir gehen nach Deutschland, um eine Aufführung zu sehen. Sie ist nach Hause gegangen, um ihren Rucksack zu holen.
  • wonach = nach welcher (gerade erwähnten) Sache
    • Wonach sehnst du dich?
    • Dies ist eine Sommerattraktion, wonach sich die Menschen sehnen = nach welcher sich die Menschen sehnen.
  • womit = mit welcher (gerade erwähnten) Sache
    • Womit fährst du nach Italien?
    • Dies ist das Auto, womit wir nach Italien fahren = mit welchem wir nach Italien fahren.
  • wodurch = durch welche (gerade erwähnte) Sache
    • Wodurch sind wir letztes Jahr gefahren?
    • Dies ist der Tunnel, wodurch wir letztes Jahr gefahren sind = durch welchen wir letztes Jahr gefahren sind.

Adjektive/Adverben mit dem Affix -lich

-lich war einst ein selbständiges Wort, es stammt aus dem Germanischen *-lîka (="Körper"). Das Etymon ist heute noch erhalten in den Wörtern Leiche (= hier in der Grundbedeutung "Körper", allerdings nur noch bezogen auf tote Körper), und gleich. Im Englischen ist -lich auch heute noch als selbständiges Wort erhalten: like. männlich bedeutet also ursprünglich einen männlichen Körper habend. Später erhielt das Affix dann vergleichende Bedeutung.
Das Affix -lich drückt aus, dass die genannte Eigenschaft zum Wesen einer Person oder Sache selbst gehört.
Beispiele:
  • männlich (Gegenwort: weiblich) =
    • dem zeugenden Geschlecht angehörend: eine männliche Pflanze
    • zu einem Mann gehörend = von einem Mann:  ein männlicher Vorname; eine männliche Stimme
    • besonders typisch für einen Mann = wie es einem Mann gemäß ist = wie ein Mann: ein männliches Gesicht; ein männlicher Ausdruck
  • südlich =
    • nach Süden: auf dem 40. Grad südlicher Breite
    • im Süden gelegen: die südlichen Länder
    • für den Süden typisch: die südliche Sonne
  • ähnlich (Adjektiv und Adverb) = usprünglich: wie der Ahn; heute: in manchem übereinstimmend = teilweise analog: in einem ähnlichen Falle; sich ähnlich verhalten
  • wöchentlich (Adjektiv und Adverb) = jede Woche wiederkehrend = in (je)der Woche einmal = einmal die Woche = allwöchentlich: Diese Sendung wird wöchentlich ausgestahlt.
  • ausführlich = ins einzelne gehend: die ausführliche Stellungnahme. Aber: der der ausführbare Plan (siehe Lektion vom 6. Mai 2019)
  • verantwortlich = die Verantwortung tragend: die verantwortliche Person. Aber: die verantwortbare Entscheidung (siehe Lektion vom 6. Mai 2019)
  • löslich = so beschaffen, dass es sich in Flüssigkeit auflöst: das (in Wasser) lösliche Salz. Aber: das lösbare Problem (siehe Lektion vom 6. Mai 2019)
  • Aber: traumhaft. Weitere Beispiele mit dem Affix -haft schauen wir nächste Lektion an.
Beispiele für die quasi gleiche Bedeutung der -lich- und -bar-Affixe (siehe Lektion vom 6. Mai 2019):
  • die allgemein unüberwindbare Hürde = die unüberwindliche Hürde. Aber: Die für bestimmte Personen unüberwindbare Hürde
  • das unvermeidbare Übel = das unvermeidliche Übel
  • das unerklärliche Rätsel = das unerklärbare Rätsel
  • der unersetzliche Freund = der unersetzbare Freund
  • das unübertreffliche Essen = das unübertreffbare Essen
Das Affix -al hat eine ähnliche Verwendung wie die Affixe -lich und -weise, ist aber lateinischen Ursprungs.
  • lokal = örtlich (Adjektiv); ortsweise/stellenweise (Adverb)
  • regional = aus/in der Gegend; regionenweise (Adverb)
  • saisonal = jahreszeitlich (Adjektiv); von Jahreszeit zu Jahreszeit (Adverb)
  • oral = mündlich (Adjektiv und Adverb)

Vokabular

  • das Auto, die Autos
  • der Süden
  • das Salz, die Salze
  • das Schloss, die Schlösser
    • (an Türen und bestimmten Behältern angebrachte) Vorrichtung zum Verschließen, Zuschließen mithilfe eines Schlüssels
    • meist mehrflügeliges (den Baustil seiner Zeit und den Prunk seiner Bewohner repräsentierendes) Wohngebäude des Adels
  • die Hürde, die Hürden
  • überwinden, ich habe die Hürde überwunden
  • der Ort, die Orte
  • die Gegend, die Gegenden
  • die Region, die Regionen
  • der Mund
  • die Gefahr, die Gefahren
  • ausführen
    • verwirklichen, realisieren, einem Auftrag gemäß tun, vollziehen, (eine bestimmte Arbeit) machen, erledigen
    • mündlich oder schriftlich ausführlich erläutern, darlegen
    • ... (siehe Duden)
  • lösen
    • bewirken, dass etwas lose wird, nicht mehr fest verbunden ist, nicht mehr [an]haftet
    • durch bestimmte Rechenschritte und die Anwendung rechnerischer Kenntnisse zum Ergebnis, zur Lösung von etwas kommen
    • zergehen lassen, [in einer Flüssigkeit] auflösen, verteilen
    • ... (siehe Duden)

Hausaufgaben

Schreibe acht Sätze auf, in welchen du die heute gelernte Grammatik anwendest oder heute gelernte Wörter verwendest.
 A2  B1  -lich  -al  -bar  woher  wohin  wo  hierher  dorthin  wonach  womit  wodurch

 last edited: Wed, 03 Jul 2019 20:43:56 +0200  
Heute haben wir zuerst die Konversation in der Arztpraxis im Rollenspiel geübt. Danach haben wir die Dativpronomen repetiert und den zweiten Teil der Grammatik zum Adverb mit dem Affix -weise angeschaut.

Konversation in der Arztpraxis

  • Mir geht es nicht gut.
  • Ich bin erkältet. = Ich habe eine Erkältung.
  • Ich huste oft.
  • Ich habe seit einer Woche Kopfschmerzen.
  • Ist der Husten trocken oder schleimig?
  • Ist Ihnen schwindlig?
  • Ist Ihnen kalt?
  • Ist Ihnen warm?
  • Ich fühle mich schwach. = Ich fühle mich nicht stark.
  • Ich bin müde/krank/... vs. Ich fühle mich müde/krank/...
  • Ich verschreibe Ihnen für alle Fälle einen Hustensaft.
  • Ich stelle Ihnen ein Arztzeugnis aus. Sie können sich die nächsten drei Tage zu Hause erholen und müssen nicht zur Arbeit gehen.
  • Ich habe mich verletzt. = Ich bin verletzt.
  • Ich habe mir den Fuß verstaucht.

Dativpronomen

  • der Hund → ihm
  • das Kind → ihm
  • die Frau → ihr
  • wir → uns
  • ihr → euch
  • sie (Pl.) → ihnen

Eszett vs. Doppel-S

Nach langem Vokal wird ein ß gesetzt, nach kurzem ein Doppel-S.

Adverben mit dem Affix -weise (Teil 2)

  • ... (für Teil 1 siehe Lektion vom 12.06.2019)
  • in jeweils einer bestimmten Menge: Substantiv (+ Fugenlaut) + -weise
    • bündelweise =
      • Bündel für Bündel: Die Radieschen werden bündelweise/Bündel für Bündel abgepackt
      • im Bündel: Wir verkaufen die Radieschen bündelweise/im Bündel
    • wochenweise =
      • je von Woche zu Woche geschehend: Tragen Sie die Produktionsmengen wochenweise in die Tabelle ein
      • jeweils für eine Woche: Der Kurs findet wochenweise statt = Der Kurs findet jeweils für eine Woche statt = Der Kurs dauert jeweils eine Woche
    • eimerweise =
      • Eimer für Eimer = mit dem Eimer: Das Wasser musste eimerweise/Eimer für Eimer/mit dem Eimer ins Haus getragen werden
      • im übertragenen Sinne (in grossen Mengen): Selbstorganisation und Beteiligung sind eimerweise gefragt; Das Blut spritzte nur so eimerweise
    • paarweise = in Paaren: Die Kinder gehen paarweise auf dem Trottoir/Gehsteig
    • stückweise = Stück für Stück/in Stücken: Sie können die Platten stückweise in diese Rillen legen; Die Serie wird stückweise ausgestrahlt

Vokabular

  • klingen → der Klang, die Klänge
  • tönen → der Ton, die Töne
  • der Frost, die Fröste
  • etwas (Akk.) einfrieren, eingefroren
  • die Erkältung
  • die Grippe
  • das Fieber
  • der Patient, die Patienten
  • die Klinik, die Kliniken = die Arztpraxis, die Arztpraxen
  • die Praxis =
    • Antonym zu die Theorie, die Theorien: Aufführung, Anwendung von Gedanken, Vorstellungen, Theorien o. Ä. in der Wirklichkeit. Achtung: Ohne Plural!
    • Räumlichkeit, in der ein Arzt, Masseur, eine Heilpraktikerin, Psychiaterin o. Ä., auch ein Anwalt, eine Anwältin seinen bzw. ihren Beruf ausübt
    • Erfahrung, die durch eine bestimmte praktische Tätigkeit gewonnen wird. Achtung: Ohne Plural!
    • bestimmte Art und Weise, etwas zu tun, zu handhaben. Plural selten.
  • der Arzt, die Ärzte = der Doktor, die Doktoren
  • kühl
  • der Kühlschrank, die Kühlschränke
  • cool
  • kalt
  • lauwarm
  • warm
  • heiss
  • die Zimmertemperatur
  • die Körpertemperatur
  • frisch
  • kalt
  • eiskalt
  • frösteln, ich fröstelte
  • frieren, ich fror
  • der (Kranken)pfleger
  • pflegen, ich pflegte
  • sich um jemanden/etwas (Akk.) kümmern, ich habe mich um den Kunden gekümmert.
  • das Wohlbefinden
  • der Husten
  • der Hals, die Hälse
  • der Schleim
  • etwas (Akk.) fühlen, ich habe etwas gefühlt.
  • etwas (Akk.) spüren, ich habe etwas gespürt.
  • wütend
  • verschreiben, ich habe ein Rezept verschrieben
  • die Verletzung, die Verletzungen
  • der Knochen, die Knochen
  • die Verstauchung, die Verstauchungen
  • das Gelenk, die Gelenke

 last edited: Thu, 27 Jun 2019 22:29:41 +0200  
Zuerst haben wir gemeinsam die Hausaufgaben korrigiert. Danach haben wir gemeinsam im Kinderbuch Der Sonnenmann gelesen.

Korrektur Hausaufgaben

  • während + Gen./Dat.
  • der Service, die Services = die Dienstleistung, die Dienstleistungen
  • der Dienst, die Dienste
  • in dem = im
  • Was für ein Pech!
  • die Büroklammer, die Büroklammern
  • Es gibt + Sing./Pl.: Es gibt dort einen Baum. Es gibt dort viele Häuser.
  • jemandem (Dat.) helfen, ich habe jemandem geholfen
  • Stellenweise stehen Blumen auf dem Feld.
  • bezahlen → das Bezahlen, dem Bezahlen (Dat.), des Bezahlens (Gen.)
  • Wenn das Subjekt ein Objekt besitzt: des Subjekts (Gen.) Objekt / das Objekt des Subjekts (Gen.).
  • Wenn das Subjekt ein direktes Objekt bearbeitet/behandelt/etc.: das Subjekt bearbeitet/behandelt/etc. das Objekt (Akk.)
  • Wenn das Subjekt einem indirekten Objekt etwas zukommen lässt/gibt/etc.: das Subjekt lässt etwas (Akk.) dem Objekt (Dat.) zukommen/gibt etwas (Akk.) dem indirekten Objekt (Dat.)
  • Es geht um etwas/jemanden (Akk.)
  • pünktlich sein
  • der Punkt, die Punkte
  • etwas (Akk.) schätzen, ich habe den Inhalt des Portemonnaies auf fünfzehn Franken geschätzt
  • das Portemonnaie, die Portemonnaies = der Geldbeutel, die Geldbeutel

Das Partizip Präsens

Das Partizip Präsens wird gebildet, indem an die Grundform des Verbs -d angehängt wird:
suchensuchend: ich bin immer noch suchend / am Suchen
Das Partizip Präsens kann auch als Adjektiv verwendet werden. In diesem Fall ist die Endung wie bei allen Adjektiven flektiert:
  • Nom. mit bestimmtem Pronomen: das schlafende Kind, die arbeitende Frau und der Radio hörende Mann befinden sich im Haus.
  • Nom. mit unbestimmtem Pronomen: Ein jammerndes Kind, eine wirr redende Frau und ein weinender Mann konnten gerettet werden.
  • Akk. mit bestimmtem Pronomen: Wir tragen das hinkende Kind, die fröstelnde Frau und den blutenden Mann ins Haus.
  • Akk. mit unbestimmtem Pronomen: Sie stören ein lesendes Kind, eine schreibende Frau und einen strickenden Mann.
  • Dat. mit bestimmtem Pronomen: Ihr gebt dem hungernden Kind, der durstenden Frau und dem schielenden Mann zu Essen.
  • Dat. mit unbestimmtem Pronomen: Du stellst einem spielenden Kind, einer rennenden Fau und einem Fahrrad fahrenden Mann eine Falle.
  • Gen. mit bestimmtem Pronomen: Der Lärm des gackernden Huhns, der quakenden Ente und des krähenden Hahns nerven.
  • Gen. mit unbestimmtem Pronomen: Die Eier eines brütenden Huhns, einer schwimmenden Ente und eines rennenden Straußes sind unauffindbar.

Lektüre des Buches Der Sonnenmann

  • der Fluß, die Flüße
  • das Trottoir, die Trottoirs = der Gehsteig, die Gehsteige
  • das Haus, die Häuser
  • der Rinnstein, die Rinnsteine
  • ganz
  • sich nach etwas/jemandem (Dat.) sehnen, ich habe mich nach jemandem gesehnt
  • sich setzen, ich habe mich auf den Stuhl gesessen
  • sitzen, ich bin auf dem Stuhl gesessen, ich saß auf dem Stuhl
  • zufallen, die Tür ist zugefallen
  • in Sicht sein, gutes Wetter ist nicht in Sicht
  • in einem Buch/Papierstapel/einer Zeitung/Zeitschrift blättern, ich habe in ... geblättert
  • etwas (Akk.) wissen, ich wusste etwas, ich habe etwas gewusst
  • etwas (Akk.) meinen, ich meinte nicht dieses Haus hier, sondern das dort
  • der Strahl, die Strahlen: der Wasserstahl, die Sonnenstrahlen
  • scheinen:
    • die Sonne scheint, die Sonne schien
    • es scheint wahr zu sein, es schien wahr zu sein
  • dazutun: ich habe noch mehr Essig dazugetan
  • zeigen: ich habe meiner Mutter das Bild gezeigt
  • aufmunternd
  • gucken, ich habe geguckt = schauen, ich habe geschaut
  • um etwas (Dat.) herum: Um die Schachtel herum liegen Salzkristalle
  • malen, ich habe ein Bild gemalt. Imperativ Sing.: Mal mir ein Bild! Imperativ Pl.: Malt mir ein Bild!
  • für das = fürs
  • für alle Fälle: Ich habe für alle Fälle einen Schirm mitgenommen

Hausaufgabe

Schreibe einen Text mit dem heute neu gelernten Vokabular.

 last edited: Sun, 23 Jun 2019 01:30:45 +0200  
Die Kursteilnehmer haben sich heute zuerst frei unterhalten und dann im Rollenspiel die Konverstation zwischen zwei Reisenden geübt.

Freie Konverstation zwischen den Kursteilnehmern

  • Ich schwitze viel.
  • Spricht sie koreanisch?
  • im Notfall
  • Lass uns die Telefonnummern tauschen.
  • Ich kann dich anrufen.
  • Am 10. Juli = am zehnten Juli
  • Der Nachbar schaut zu meinem Haus.
  • der nördlichste Teil Hollands/von Holland
  • neben dem Meer
  • Der Ort ist ungefähr eine Stunde mit dem Auto vom Meer entfernt.
  • Ich war nur einmal in Holland.
  • Ich will mein Haus definitiv/endlich/für immer verkaufen.
  • Ich bin zu beschäftigt.
  • am nächsten Samstag = nächsten Samstag
  • Vielleicht bin ich ein paar Wochen abwesend.
  • Ich habe Lust(,) zu reisen.
  • Ich habe Lust, den Ort zu wechseln.
  • Ich habe das Bedürfnis(,) zu reisen.
  • das Grundbedürfnis, die Grundbedürfnisse

Konversation zwischen zwei Reisenden

  • Ich habe Billete/Billets/Fahrkarten gebucht/gekauft.
  • Wie lange dauert die Fahrt?
  • Ich muß zum Bahnhof SBB gehen, aber ich weiß nicht, wo er liegt.
  • Möchten Sie zu Fuß oder mit der(D/A)/dem(CH) Tram gehen?
  • Ich muss so schnell wie möglich/am schnellsten dorthin gehen.
  • Es ist ungefähr zehn Minuten zu Fuß von hier.
  • Es ist nicht so weit von hier.
  • Es ist schwierig, den Weg zu beschreiben.
  • Ich kann Sie verstehen.
  • Gehen Sie von hier aus ungefähr einen Kilometer geradeaus und dann nach links. Dann sehen Sie den Bahnhof.
  • Haben Sie Zeit?
  • Falls Sie Zeit haben, wollen Sie mit mir zum Bahnhof gehen?
  • Das hilft mir sehr.
  • Eigentlich möchte ich auch dorthin gehen.
  • Lassen Sie uns zusammen (dort)hingehen.
  • Los!
  • Hier sind wir, am Bahnhof.
  • Wo gibt es einen Billetautomat/Fahrkahrtenautomat?
  • Haben Sie schon ein Billet/eine Fahrkarte gekauft?
  • Müssen wir umsteigen?
  • Fährt dieser Zug regelmäßig/stündlich/täglich/etc.?
  • Von welchem Hafen aus fährt ein Schiff nach Ischia?

Vokabular

  • sprechen, ich habe gesprochen
  • das Paar, die Paare
  • pünktlich sein
  • der Punkt, die Punkte
  • die Schätzung
  • schätzungsweise = ungefähr
  • schätzen, ich habe geschätzt
  • der Beutel, die Beutel
  • das Portemonnaie, die Portemonnaies = das Portmonee (selten) = der Geldbeutel, die Geldbeutel
  • das Loch, die Löcher
  • etwas (Akk.) erfinden, ich habe eine Geschichte erfunden
  • die Eisenbahn, die Eisenbahnen
  • die Straßenbahn = das(CH)/die(D/A) Tram, die Straßenbahnen = die Trams
  • die U-Bahn = die Untergrundbahn, die U-Bahnen
  • der Untergrund
  • die Geleise (Sing./Pl., schweizerisch) = das Gleis, die Gleise: aus zwei in gleichbleibendem Abstand voneinander laufenden [auf Schwellen verlegten] Metallschienen bestehende Fahrspur für Schienenfahrzeuge
  • das/der Perron, die Perrons = der Bahnsteig, die Bahnsteige = die Plattform, die Plattformen: neben den Schienen verlaufende Plattform auf einem Bahnhof, die den Fahrgästen das Ein- und Aussteigen ermöglicht
  • das Billet, die Billete/Billets (CH) = die Fahrkarte, die Fahrkarten oder die Eintrittskarte, die Eintrittskarten
  • das Billet, die Billete/Billets (A) = das Briefchen, die Briefchen = das kurze Schreiben, die kurzen Schreiben
  • der Billetschalter (CH) = der Reiseschalter (D)
  • das Abonnement, die Abonnemente(CH)/Abonnements(D/A/CH): für eine längere Zeit vereinbarter und deshalb meist verbilligter Bezug von Zeitungen, Zeitschriften, Eintrittskarten, Mittagessen, Fahrten im öffentlichen Verkehr o. Ä.
  • die Busstation, die Busstationen: Halteplatz an einer Buslinie
  • die Bahnstation, die Bahnstationen: Halteplatz an einer Bahnlinie
  • der Bahnhof, die Bahnhöfe: Gesamtkomplex einer Bahnstation mit Gleisanlagen und zugehörigen Gebäuden

Hausaufgaben

Schreibe einen erfundenen Dialog zwischen zwei Reisenden auf. Verwende dabei schätzungsweise, ausnahmsweise, täglich, wöchentlich, stellenweise, beispielsweise, versuchsweise, probeweise, zwangsweise.

 last edited: Sat, 15 Jun 2019 07:06:34 +0200  
Im Rollenspiel haben wir heute die Konversation auf der Postfiliale geübt.

Konversation auf der Postfiliale/auf dem Postamt

  • Ich erwarte einen Brief/ein Paket/eine (Brief-/Paket-)Sendung aus den USA.
  • Ich möchte gerne dieses Paket/diesen Brief (eingeschrieben) mit A-Post/B-Post (in der Schweiz) aufgeben. (Eingeschriebene Briefe werden dem Empfänger nur gegen Unterschrift oder Zustellgenehmigung ausgehändigt)
  • Was kostet der Versand nach China / in die Türkei?
  • Mal schauen, ob ich genug Geld auf dem Konto habe.
  • Ich denke, dass es gehen sollte.
  • Wie muss ich diesen Brief/dieses Paket frankieren?
  • Wo trage ich den Absender und wo den Empfänger ein?
  • Wie/wo kann ich die Sendung verfolgen? Welches ist meine Sendungsnummer?
  • Ich hätte gerne 10 Briefmarken für A-Post/B-Post (in der Schweiz).
  • Könnten Sie mir bitte diesen Betrag in Euro wechseln? Was ist der Wechselkurs?
  • Ich möchte gerne Bargeld beziehen/abheben.
  • Ich möchte gerne Geld/einen Betrag auf mein Konto einzahlen.
  • Ich möchte gerne eine Überweisung tätigen/machen/Geld/einen Betrag auf dieses Konto hier überweisen.
  • Ich habe diese Benachrichtigung erhalten/in meinem Briefkasten gefunden.
  • je nördlicher, desto ernsthafter sind die Menschen
  • Bist du (damit) einverstanden?
  • Siehst du das auch so?

Adverben mit dem Affix -weise (Teil 1)

  • in einer bestimmten Art/Weise
    • Adjektiv + -er + -weise
      • normalerweise = üblicherweise = für gewöhnlich
      • dummerweise = in einer dummen Art/Weise = mit Dummheit
      • konsequenterweise = in/als Konsequenz
      • unnötigerweise = in einer unnötigen Art/Weise = ohne es nötig zu haben = ohne Not
      • unverdienterweise = in einer unverdienten Art/Weise = ohne es verdient zu haben = ohne Verdienst
      • häufigerweise = oft. Achtung: In der Schweiz kommt häufigerweise gelegentlich vor, das Wort ist aber weder im Duden noch im DWDS gelistet.
      • bedauerlicherweise = in einer bedauerlichen Art/Weise
    • Substantiv (+ Fugenlaut) + -weise
      • zeitweise = zu einigen/bestimmten Zeiten
      • stellenweise = an einigen/bestimmten Stellen
      • ausnahmsweise = in Form einer Ausnahme = als Ausnahme
      • beispielsweise = in Form eines Beispiels = als Beispiel
      • probeweise = in Form einer Probe = als Probe
      • versuchsweise = in Form eines Versuchs = als Versuch
      • vertretungsweise = in Form einer Vertretung = als Vertretung
      • zwangsweise = wegen eines Zwanges
  • ... (siehe nächste Lektion)

Vokabular

  • verkaufen, du hast ein Bild verkauft
  • das Bild, die Bilder
  • die Vorstellung, die Vorstellungen
  • sich jemandem vorstellen: jemandem, den man nicht kennt, seinen Namen o. Ä. nennen. Er hat sich mir vorgestellt.
  • sich etwas vorstellen: sich in bestimmter Weise ein Bild von etwas machen. Wir haben uns den Ausflug etwas anders vorgestellt.
  • jemanden jemandem vorstellen: jemanden, den man kennt, anderen, denen er fremd ist, mit Namen o. Ä. nennen. Jan hat mich seinen Eltern vorgestellt; Ich habe mich dem Geschäftsleiter dieser Firma vorgestellt (z.B. in Form eines Vorstellungsgesprächs).
  • die Umgangssprache (vs. die Schriftsprache)
  • der Beamte, die Beamten
  • das Amt, die Ämter
  • der Empfänger
  • der Absender
  • etwas (von jemandem) empfangen = etwas (von jemandem) in Empfang nehmen = etwas (von jemandem) entgegennehmen. Ich habe ein Paket vom Postboten empfangen. Er hat deine Nachricht empfangen.
  • (ab)senden = (ver)senden = (ver)schicken
  • der Versand
  • Geld vom Konto abheben
  • den Telefonhörer abheben
  • das Flugzeug hebt ab
  • die Kinder (z.B. vom Kindergarten) abholen
  • die Postsendung abholen
  • die Pizza zum Mitnehmen
  • eine Pizza bestellen
  • das Bargeld
  • humorvoll
  • als ob er eine Aufführung machte
  • sich registrieren
  • eine Information (dem Vorgesetzten) melden
  • die Bank, die Banken
  • die Währung, die Währungen
  • die Zollgebühr, die Zollgebühren
  • einen Versand verfolgen
  • die Polizei verfolgt einen Kriminellen
  • der Kugelschreiber, die Kugelschreiber
  • das Konto, die Konten/Konti/Kontos
  • die Kreditkarte, die Kreditkarten
  • sich an etwas erinnern. Sie hat sich an ihre Kindheit erinnert
  • das Guthaben aufladen
  • die Quittung, die Quittungen = der Beleg, die Belege
  • Ich bin es mir gewohnt, etwas zu machen
  • Ich bin mir etwas gewohnt: Ich bin mir heiße Sommer gewohnt
  • sich anmelden zu etwas
  • sich in ein Programm einschreiben
  • überall
  • ernsthaft = seriös
  • ich bin viel nach Schweden gereist
  • die Distanz, die Distanzen
  • der Charakter, die Charakter
  • die Mentalität, die Mentalitäten
  • die Briefmarke, die Briefmarken
  • umsteigen: aus einem Fahrzeug in ein anderes überwechseln. Ich bin in den nächsten Zug/ins nächste Flugzeug umgestiegen
  • körperlich
  • geistig
  • die Anforderung

Hausaufgabe

Schreibe einen fiktiven Dialog in der Postfiliale auf. Verwende dabei folgende Elemente:
  • dummerweise
  • zeitweise

 last edited: Sat, 15 Jun 2019 07:05:31 +0200  
Im Rollenspiel haben wir heute die Konversation auf dem Markt geübt.

Konversation auf dem Markt

  • Kann ich Ihnen (irgendwie) helfen?
  • Welche Apfelsorte ist das? = Wie heißt diese Apfelsorte?
  • Ich hätte gerne (ein bisschen/dreihundert Gramm/von diesem) Spinat.
  • Was kosten hundert Gramm Pilze?
  • Was kostet ein Pfund Brot? = Was kostet ein halbes Kilogramm Brot?
  • Haben Sie auch italienisches Olivenöl? = Haben Sie auch Olivenöl aus Italien?
  • Woher kommen diese Oliven?
  • Wie lange bleiben die Karotten frisch?
  • Von welchem Tier ist dieser Käse?
  • Wann haben Sie wieder Sauerkraut (im Angebot)?
  • Können Sie bitte die Eier in diese Schachtel, die ich mitgebracht habe, füllen?
  • Ich habe nur große Noten dabei. = Ich habe kein Kleingeld dabei. Ist das ein Problem?
  • Kann ich meine Tasche hierlassen? Ich komme sie in einer halben Stunde (wieder) holen.
  • Kommen Sie regelmäßig auf den Markt?
  • Wie oft kommen Sie auf den Markt?
  • Ich komme einmal pro Monat.
  • das ist nicht sehr oft / nicht sehr häufig.
  • Haben Sie noch einen Bund Radieschen?
  • Joghurt gibt es beim Marktstand dort hinten rechts.
  • Wie Sie wollen/möchten!
  • Ist dieses Brot hausgemacht?
  • Ich kaufe diesen Käse.
  • Er kostet fünf Franken das/pro Stück.
  • Das sind zwei Stücke.
  • Zwei Kilogramm kosten zehn Franken.
  • Diese Apfelsorte ist halb süß, halb sauer.
  • Das Brot verkaufen wir als ganzes Stück.
  • Kommen Sie wieder!
  • Das sind Birnen. (Beim Zeigen mit dem Finger)
  • Wieviel kosten die Eier?
  • Mein Freund hat mir gesagt, dass sie sehr gut sind/schmecken.
  • Sie sind nicht lange haltbar/sie halten sich nicht lange.
  • Ich habe das oft gehört.

Drei grammatikalische Formen der Möglichkeit/Unmöglichkeit

Um eine Möglichkeit/Unmöglichkeit auszudrücken, gibt es drei Formen:
  • Objekt + Verb + (nicht) (gut) können: Wir können die Kirche von hier aus (gut) sehen.
  • "Objekt als Subjekt" + (nicht) (gut) zu + Verb + sein: Die Kirche ist von hier aus (gut) zu sehen.
  • "Objekt als Subjekt" + (nicht) (gut) oder (un-)...-bar/(un-)...-lich-Adjektiv + sein: Die Kirche ist von hier aus (gut) sichtbar.
Beispiele der Unmöglichkeit:
  • Mein Großvater kann die Musik nicht hören. → Selten: Die Musik ist (für meinen Großvater) nicht zu hören. → Die Musik ist (für meinen Großvater) unhörbar/nicht hörbar.
  • Alle Teilnehmer können das Problem nicht lösen. → Das Problem ist (durch die Teilnehmer) nicht zu lösen. → Es ist (für die Teilnehmer) unlösbar/nicht lösbar.
  • Niemand kann diese Bürste brauchen. → Diese Bürste ist nicht zu brauchen. → Diese Bürste ist unbrauchbar/nicht brauchbar.
  • Das können wir uns nicht erklären. → Selten: Das ist uns nicht zu erklären. → Das ist uns unerklärlich/unerklärbar/nicht erklärlich/nicht erklärbar.
  • Ich kann das nicht glauben. → Das ist nicht zu glauben! → Das ist unglaublich.
  • Das verstehen wir nicht. = Wir können das nicht verstehen. → Selten: Das ist nicht zu verstehen. → Das ist unverständlich.

Adjektive mit Affix-bar

-bar war ursprünglich ein selbständiges Adjektiv mit der Bedeutung "tragend" - es ist verwandt mit dem Substantiv Bahre (= auf der etwas getragen wird) und dem Verb (ge)bären (="austragen"), englisch: to bear.
Die ursprüngliche Bedeutung des wirklichen "Tragens", also des "Innehabens", wandelte sich später zur bloßen "Fähigkeit".
Das Affix -bar gibt an, was mit dem im Bezugssubstantiv genannten Wesen oder Ding getan werden kann.
Beispiele:
  • dankbar
  • nutzbar
  • verfügbar
  • der ausführbare Plan
  • die verantwortbare Entscheidung
  • das lösbare Problem

Vokabular

  • jemandem (Dat.) helfen
  • der Franken, die Franken
  • etwas (Akk.) kaufen
  • die Ziege, die Ziegen = die Geiß, die Geißen
  • die Kartoffel, die Kartoffeln = der Erdapfel, die Erdäpfel
  • der Käse, der Schafskäse, der Ziegenkäse, der Kuhmilchkäse (Käse ist immer im Singular)
  • die Kuh, die Kühe
  • das Schaf, die Schafe
  • der Laib, die Laibe: rund oder oval geformte Masse (Brot, Käse)
  • die Schachtel, die Schachteln: zum Verpacken, Aufbewahren von Gegenständen, Waren dienender, verhältnismäßig flacher, dünnwandiger, nicht sehr fester Behälter aus Pappe o. Ä. mit Deckel oder Klappe zum Verschließen
  • der Becher, die Becher: höheres, etwa zylinderförmiges [Trink]gefäß [ohne Fuß], meist ohne Henkel. Z.B. der Joghurtbecher, der Eisbecher.
  • der Kübel, die Kübel: größeres, nach oben hin etwas weiteres Gefäß aus Holz, Metall, Ton o. Ä. mit einem oder zwei Henkeln
  • der Eimer, die Eimer: dem Aufbewahren, Transportieren besonders von Flüssigkeiten dienendes, hohes, zylindrisches oder kegelstumpfförmiges Gefäß mit beweglichem Henkel
  • der Sack, die Säcke: größeres, längliches Behältnis aus [grobem] Stoff, starkem Papier, Kunststoff o. Ä., das dem Transport oder der Aufbewahrung von festen Stoffen, Gütern dient
  • die Kiste, die Kisten: größerer, rechteckiger, aus festem Material bestehender [oben verschließbarer] Behälter für Waren o. Ä.
  • das Tupperware
  • die Banknote/Note, die Banknoten/Noten
  • reserviert sein, ich bin reserviert, er war reserviert: anderen Menschen gegenüber zurückhaltend sein, Reserve zeigen
  • der nahe Osten
  • vielleicht
  • der Apfel, die Äpfel
  • der Kühlschrank
  • möglicherweise
  • der Bund, die Bünde: etwas, was [in bestimmter Menge oder Anzahl] zu einem Bündel zusammengebunden ist

Hausaufgabe

Schreibe einen fiktiven Dialog auf dem Markt auf. Verwende dabei folgende Elemente:
  • jemanden/etwas (Akk.) sehen (nicht) können - (nicht) zu sehen sein - (nicht) sichtbar sein
  • (Lebensmittel:) sich halten - haltbar sein
  • (Sachen voneinander) (nicht) unterscheiden können - (nicht) zu unterscheiden sein - (un)unterscheidbar sein
  • ähnlich
  • wöchentlich

 last edited: Sat, 15 Jun 2019 07:01:36 +0200  
Die Lernenden haben sich vorgestellt oder erzählt, was sie heute gemacht haben. Die Zuhörenden haben Fragen zum Inhalt, zum Vokabular und zur Grammatik gestellt.

Grammatik


Frageformen

Was bedeutet...? = Was heißt ...?
Was arbeitest du?
Welche Art (von) Geschäft?

Fugenlaute bei Komposita (Teil 1)

Fugen-s: (Regeln mit Ausnahmen): die Geschäftsreise

Präfixe

Negations-Präfix "un-" (Übung):
  • unregelmäßig
  • das Unglück
  • unangenehm
Präfix "ur-":
  • ursprünglich
  • der Ursprung
  • uralt
  • der Urgroßvater
  • der Urenkel
  • die Urenkelin
  • in Urzeiten

Feminin-Endung bei Berufsbezeichnungen

-er → + -in: die Künstlerin, die Künstlerinnen

geographisch-lokalisierende und kulturell/national zuschreibende Adjektive (Teil 1)

  • allgemein → + -isch: Japan, japanisch, der Iran, iranisch, der Irak, irakisch, der Oman, omanisch, Bangladesch, bangladeschisch, Aserbaidschan, aserbaidschanisch, Paraguay, paraguayisch, Singapur, singapurisch, Bern, bernisch, Neuenburg, neuenburgisch, Rheintal, rheintalisch.
  • Sonderfall -landland + -ländisch: Holland, holländisch, Thailand, thailändisch, Island, isländisch, Neuseeland, neuseeländisch, Åland, åländisch, Abendland, abendländisch. Ausnahmen: Deutschland, deutsch, Griechenland, griechisch, Russland, russisch, England, englisch, Irland, irisch, Westjordanland, westjordanisch, Ostfriesland, ostfriesisch, das Bündnerland = (das) Graubünden, (grau)bündnerisch.

nah(e) / in der Nähe sein vs. sich nah(e) sein vs. sich nah(e)/näher kommen

  • nah(e) = in der Nähe: etwas ist nah(e) = etwas ist in der Nähe (auf die Frage "wo?")
  • sich nahe sein: wir sind uns nahe; sie sind sich nah(e), ihr seid euch nah(e)
  • sich nah(e)/näher kommen: Komm mir nicht (zu) nah(e)! Sie kamen sich näher

Zeitdauer + Verb

Verben, die ein Akkusativobjekt haben, verlangen ein während, um eine Zeitdauer auszudrücken. Bei Verben, die kein Akkusativobjekt haben, kann die verkürzte Form verwendet werden, in welcher die Dauer im Akkusativ steht.
  • während +Gen./Dat.* +machen/essen/...: ich habe während zwei Jahren in Dortmund gearbeitet, wir haben während einer Stunde gegessen
  • (Dauer, Akk.)+ leben/wohnen/schlafen, ich habe zwei Jahre in Holland gelebt, sie hat sechs Stunden geschlafen

Vergangenheitsformen: Präteritum=Imperfekt vs. Perfekt(Teil 1)

Das Perfekt kommt sehr häufig in der gesprochenen Sprache vor, wenn man über alltägliche Dinge spricht. In der gesprochenen Sprache klingen viele Präteritumformen fremd bzw. überformell.
Das Perfekt wird allgemein verwendet, um über eine Aktion von kurzer Dauer mit einem klaren Anfang und einem klaren Abschluss in der Vergangenheit zu sprechen. Für andauernde Zustände in der Vergangenheit wird das Präteritum verwendet.
Mehr Regeln

wissen vs. kennen

  • wissen, dass.., ich habe gewusst, dass.... Weiß jemand, welcher Tag heute ist? Ich weiß es.
  • etwas (Akk.) kennen, ich habe etwas gekannt

Vokabular

das Geschäft, die Geschäfte = die Firma, die Firmen
das Beispiel, die Beispiele
etwas (Akk.) malen, ich habe etwas gemalt
etwas (Akk.) zeichnen, ich habe etwas gezeichnet
das Zeichen, die Zeichen
etwas (Akk.) zeigen, ich habe etwas gezeigt
auf etwas (Akk.) zeigen, ich habe auf etwas gezeigt
etwas (Akk.) entwerfen, ich habe etwas entworfen
etwas (Akk.) werfen, ich habe etwas geworfen
die Lampe, die Lampen
etwas (Akk.) behalten, ich habe etwas behalten
etwas (Akk.) halten, ich habe etwas gehalten
der Halt, die Halte/Halts
halt!
(an)halten, ich bin (an)gehalten
jemanden für etwas (Akk.) halten, ich habe jemanden für etwas gehalten
mit etwas (Dat.) aufhören, ich habe mit etwas aufgehört
etwas (Akk.) ausstellen, ich habe etwas ausgestellt
die Ausstellung, die Ausstellungen
der Raum, die Räume
etwas (Akk.) aufführen, ich habe etwas aufgeführt
jemanden (Akk.) führen, ich habe jemanden geführt
der Geschäftsführer, die Geschäftsführer
der Touristenführer, die Touristenführer
jährlich
etwas (Akk.) bewerten, ich habe etwas bewertet
das Resultat, die Resultate
ähnlich
etwas/jemandem (Dat.) ähneln, ich ähnelte etwas/jemandem = etwas/jemandem (Dat.) ähnlich sein, ich war etwas/jemandem ähnlich
die Muttersprache
werden, ich bin geworden
früher als sonst
früher als üblich
früher als gewöhnlich
früher als normalerweise