2019-06-05 Kurstagebuch
Im Rollenspiel haben wir heute die Konversation auf dem Markt geübt.
Die ursprüngliche Bedeutung des wirklichen "Tragens", also des "Innehabens", wandelte sich später zur bloßen "Fähigkeit".
Das Affix -bar gibt an, was mit dem im Bezugssubstantiv genannten Wesen oder Ding getan werden kann.
Beispiele:
Konversation auf dem Markt
- Kann ich Ihnen (irgendwie) helfen?
- Welche Apfelsorte ist das? = Wie heißt diese Apfelsorte?
- Ich hätte gerne (ein bisschen/dreihundert Gramm/von diesem) Spinat.
- Was kosten hundert Gramm Pilze?
- Was kostet ein Pfund Brot? = Was kostet ein halbes Kilogramm Brot?
- Haben Sie auch italienisches Olivenöl? = Haben Sie auch Olivenöl aus Italien?
- Woher kommen diese Oliven?
- Wie lange bleiben die Karotten frisch?
- Von welchem Tier ist dieser Käse?
- Wann haben Sie wieder Sauerkraut (im Angebot)?
- Können Sie bitte die Eier in diese Schachtel, die ich mitgebracht habe, füllen?
- Ich habe nur große Noten dabei. = Ich habe kein Kleingeld dabei. Ist das ein Problem?
- Kann ich meine Tasche hierlassen? Ich komme sie in einer halben Stunde (wieder) holen.
- Kommen Sie regelmäßig auf den Markt?
- Wie oft kommen Sie auf den Markt?
- Ich komme einmal pro Monat.
- das ist nicht sehr oft / nicht sehr häufig.
- Haben Sie noch einen Bund Radieschen?
- Joghurt gibt es beim Marktstand dort hinten rechts.
- Wie Sie wollen/möchten!
- Ist dieses Brot hausgemacht?
- Ich kaufe diesen Käse.
- Er kostet fünf Franken das/pro Stück.
- Das sind zwei Stücke.
- Zwei Kilogramm kosten zehn Franken.
- Diese Apfelsorte ist halb süß, halb sauer.
- Das Brot verkaufen wir als ganzes Stück.
- Kommen Sie wieder!
- Das sind Birnen. (Beim Zeigen mit dem Finger)
- Wieviel kosten die Eier?
- Mein Freund hat mir gesagt, dass sie sehr gut sind/schmecken.
- Sie sind nicht lange haltbar/sie halten sich nicht lange.
- Ich habe das oft gehört.
Drei grammatikalische Formen der Möglichkeit/Unmöglichkeit
Um eine Möglichkeit/Unmöglichkeit auszudrücken, gibt es drei Formen:- Objekt + Verb + (nicht) (gut) können: Wir können die Kirche von hier aus (gut) sehen.
- "Objekt als Subjekt" + (nicht) (gut) zu + Verb + sein: Die Kirche ist von hier aus (gut) zu sehen.
- "Objekt als Subjekt" + (nicht) (gut) oder (un-)...-bar/(un-)...-lich-Adjektiv + sein: Die Kirche ist von hier aus (gut) sichtbar.
- Mein Großvater kann die Musik nicht hören. → Selten: Die Musik ist (für meinen Großvater) nicht zu hören. → Die Musik ist (für meinen Großvater) unhörbar/nicht hörbar.
- Alle Teilnehmer können das Problem nicht lösen. → Das Problem ist (durch die Teilnehmer) nicht zu lösen. → Es ist (für die Teilnehmer) unlösbar/nicht lösbar.
- Niemand kann diese Bürste brauchen. → Diese Bürste ist nicht zu brauchen. → Diese Bürste ist unbrauchbar/nicht brauchbar.
- Das können wir uns nicht erklären. → Selten: Das ist uns nicht zu erklären. → Das ist uns unerklärlich/unerklärbar/nicht erklärlich/nicht erklärbar.
- Ich kann das nicht glauben. → Das ist nicht zu glauben! → Das ist unglaublich.
- Das verstehen wir nicht. = Wir können das nicht verstehen. → Selten: Das ist nicht zu verstehen. → Das ist unverständlich.
Adjektive mit Affix-bar
-bar war ursprünglich ein selbständiges Adjektiv mit der Bedeutung "tragend" - es ist verwandt mit dem Substantiv Bahre (= auf der etwas getragen wird) und dem Verb (ge)bären (="austragen"), englisch: to bear.Die ursprüngliche Bedeutung des wirklichen "Tragens", also des "Innehabens", wandelte sich später zur bloßen "Fähigkeit".
Das Affix -bar gibt an, was mit dem im Bezugssubstantiv genannten Wesen oder Ding getan werden kann.
Beispiele:
- dankbar
- nutzbar
- verfügbar
- der ausführbare Plan
- die verantwortbare Entscheidung
- das lösbare Problem
Vokabular
- jemandem (Dat.) helfen
- der Franken, die Franken
- etwas (Akk.) kaufen
- die Ziege, die Ziegen = die Geiß, die Geißen
- die Kartoffel, die Kartoffeln = der Erdapfel, die Erdäpfel
- der Käse, der Schafskäse, der Ziegenkäse, der Kuhmilchkäse (Käse ist immer im Singular)
- die Kuh, die Kühe
- das Schaf, die Schafe
- der Laib, die Laibe: rund oder oval geformte Masse (Brot, Käse)
- die Schachtel, die Schachteln: zum Verpacken, Aufbewahren von Gegenständen, Waren dienender, verhältnismäßig flacher, dünnwandiger, nicht sehr fester Behälter aus Pappe o. Ä. mit Deckel oder Klappe zum Verschließen
- der Becher, die Becher: höheres, etwa zylinderförmiges [Trink]gefäß [ohne Fuß], meist ohne Henkel. Z.B. der Joghurtbecher, der Eisbecher.
- der Kübel, die Kübel: größeres, nach oben hin etwas weiteres Gefäß aus Holz, Metall, Ton o. Ä. mit einem oder zwei Henkeln
- der Eimer, die Eimer: dem Aufbewahren, Transportieren besonders von Flüssigkeiten dienendes, hohes, zylindrisches oder kegelstumpfförmiges Gefäß mit beweglichem Henkel
- der Sack, die Säcke: größeres, längliches Behältnis aus [grobem] Stoff, starkem Papier, Kunststoff o. Ä., das dem Transport oder der Aufbewahrung von festen Stoffen, Gütern dient
- die Kiste, die Kisten: größerer, rechteckiger, aus festem Material bestehender [oben verschließbarer] Behälter für Waren o. Ä.
- das Tupperware
- die Banknote/Note, die Banknoten/Noten
- reserviert sein, ich bin reserviert, er war reserviert: anderen Menschen gegenüber zurückhaltend sein, Reserve zeigen
- der nahe Osten
- vielleicht
- der Apfel, die Äpfel
- der Kühlschrank
- möglicherweise
- der Bund, die Bünde: etwas, was [in bestimmter Menge oder Anzahl] zu einem Bündel zusammengebunden ist
Hausaufgabe
Schreibe einen fiktiven Dialog auf dem Markt auf. Verwende dabei folgende Elemente:- jemanden/etwas (Akk.) sehen (nicht) können - (nicht) zu sehen sein - (nicht) sichtbar sein
- (Lebensmittel:) sich halten - haltbar sein
- (Sachen voneinander) (nicht) unterscheiden können - (nicht) zu unterscheiden sein - (un)unterscheidbar sein
- ähnlich
- wöchentlich