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2019-08-14 Kurstagebuch

Heute haben wir die Grammatik der Relativsätze angeschaut und mit einer Übung vertieft.

Relativsätze

  1. Ein Relativsatz stellt eine Ergänzung zu einem Nomen dar: Der Schlüssel, den ich schon so lange gesucht habe, ...
  2. Das Nomen, auf das sich der Relativsatz bezieht, bezeichnet man als das Bezugswort des Relativsatzes: Der Schlüssel, den ich schon so lange gesucht habe, ...
  3. Die Wiederholung des Nomens im Relativsatz entfällt, aber der Artikel bleibt als Relativpronomen erhalten: Der Schlüssel, den Schlüssel ich schon so lange gesucht habe, ...
  4. Das Genus und der Numerus des Nomens bestimmen das Genus und den Numerus des Relativpronomens: Der Schlüssel: Genus = maskulin; Numerus = Singular → Relativpronomen: der/den/dem/des (je nach Kasus im Relativsatz)
    MaskulinFemininNeutrumPlural
    Nominativderdiedasdie
    Akkusativdendiedasdie
    Dativdemderdemdenen
    Genitiv/Possessivdessenderendessenderen
  5. Im Relativsatz steht das Verb am Ende (Nebensatzstellung): Der Schlüssel, den ich schon so lange gesucht habe, ...
  6. Ein Relativsatz steht immer zwischen zwei Satzzeichen, also zwischen zwei Kommas bzw. zwischen Komma und Punkt.
  7. Der Relativsatz folgt normalerweise unmittelbar auf sein Bezugsnomen. Wenn durch den Relativsatz aber ein Verb oder ein Verbteil am Satzende isoliert würde, klammert man den Relativsatz besser ans Satzende aus.
    • Ein Beispiel mit isoliertem Verbteil wäre: Ich habe den Schlüssel, den ich schon so lange gesucht habe, gefunden.
    • Besser ist in diesem Fall ein ausgeklammerter Relativsatz: Ich habe den Schlüssel gefunden, den ich schon so lange gesucht habe.
  8. Relativsätze im Genitiv werden oft mit possessiven Relativsätzen verwechselt.
    • Possessiver Relativsatz: Der Mann, dessen Frau gestorben ist, ist ins Altenheim gezogen.
    • Relativsatz im Genitiv (entsteht aus einer Genitivergänzung des Verbs): Der Mann, dessen ich mich erinnere, war sehr groß.
  9. Tritt das Relativpronomen nach einer Präposition auf,
    • ist die Kontraktion von Präposition und Relativpronomen (von dem = vom) nicht möglich
    • können die Präposition und das Relativpronomen mit dem entsprechenden Fragewort ersetzt werden: wo/woher/wohin/womit/wodurch/worüber/...: Die Stadt, aus der ich komme, heißt Stuttgart. = Die Stadt, woher ich komme, heißt Stuttgart.
    • Weist die Präposition an oder in auf eine vergangene Zeit hin, kann der Ersatz mit als erfolgen: An dem Tag, an dem ich geboren wurde, war es sehr kalt. = An dem Tag, als ich geboren wurde, war es sehr kalt.
    • Weist die Präposition an oder in auf eine allgemeine oder eine zukünftige Zeit hin, kann der Ersatz mit wenn erfolgen: An Tagen, an denen die Sonne scheint, gehe ich gerne spazieren. = An Tagen, wenn die Sonne scheint, gehe ich gerne spazieren.
  10. Ein ganzer Hauptsatz kann als Bezugsobjekt für eine Relation dienen.
    • Verweist der nachfolgende Hauptsatz auf den vorherigen Hauptsatz, geschieht das mit einem einleitenden Das: Meine Großmutter hat einen armen Mann geheiratet. Das hat ihr Vater nie verstanden.
    • Wird aus einem Relativsatz darauf verwiesen, wird das verweisende Word im entsprechende Fragewort was verwendet: Meine Großmutter hat einen armen Mann geheiratet, was ihr Vater nie verstanden hat.
    • Beide Satzverbindungen entsprechen einem Hauptsatz mit einem dass-Satz (Achtung: Umkehrung in der Abfolge!): Ihr Vater hat nie verstanden, dass meine Großmutter einen armen Mann geheiratet hat.
    • Dieselbe Struktur bei kausalen Satzverbindungen: Ich bin hungrig. Deshalb/Dessentwegen bin ich schwach. →  Ich bin hungrig, weshalb/weswegen ich schwach bin.

Vokabular

  • jemandem eine Freude machen: Du hast mir damit eine grosse Freude gemacht.
  • etwas (Akk.) verraten: Ich verrate dir ein Geheimnis.
  • das Geheimnis, die Geheimnisse
  • sich auf etwas (Akk.) beziehen: Diese Aussage bezieht sich auf das Ereignis vergangener Woche.
  • die Beziehung, die Beziehungen
  • etwas (Akk.) bezeichnen = etwas (Akk.) benennen
  • das Genus = engl. the gender (in der Grammatik)
  • bzw. = bezeihungsweise: Der Support erfolgt ab Kauf beziehungsweise ab Lieferung des Produkts.
  • unmittelbar: Die Zahl unmittelbar vor der 60 ist die 59.
  • 2 Sachen (miteinander) verwechseln: Der Kellner hat unsere Bestellungen verwechselt.
  • sterben. Sie ist gestorben.
  • sich einer Sache (Gen.) erinnern = sich an eine Sache (Akk.) erinnern: Ich habe mich des Termins erinnert. = Ich habe mich an den Termin erinnert.
  • der Bettler, die Bettler
  • betteln: Er hat gebettelt.
  • auftreten (im übertragenen Sinn) = erscheinen: Die Firma konnte die Probleme lösen, die aufgetreten waren.
  • der Tritt, die Tritte
  • etwas (Akk.) treten: Ich habe den Fussball getreten.
  • etwas (Akk.) ersetzen: Wir haben den kapputten Reifen durch einen neuen ersetzt.
  • der Ersatz, die Ersatze
  • etwas (Dat.) entsprechen: Ein Kilogramm entspricht in etwa zwei Pfund.
  • auf etwas (Akk.) hinweisen: Sie haben auf die Sache hingewiesen.
  • erfolgen: Die Lieferung erfolgt innerhalb von zwei Tagen.
  • einer Sache/jemandem (Dat.) zu etwas (Dat.) dienen: Das Netzteil dient dem Gerät zur direkten Stromversorgung.
  • arm = ohne [genügend] Geld zum Leben, wenig besitzend, bedürftig, mittellos
  • vorherig: Adjektiv zu vorher
  • das Praktikum, die Praktika
  • etwas (Akk.) abbrechen: Die Reise muss abgebrochen werden.
  • das Erdbeben, die Erdbeben
  • jemandem zusetzen = sich auf jemandes physischen oder psychischen Zustand in unangenehmer, negativer Weise auswirken: Die Krankheit hat ihm ziemlich zugesetzt.

Hausaufgaben

Macht die Übung Lückentext zu den Relativsätzen.

2019-08-10 Kurstagebuch

Heute haben wir nach freier Konversation nochmals die Deklination der Adjektive angeschaut und mit einer neuen Übung geübt.

Freie Konversation

  • Ich war auf dem Münsterplatz im Freiluftkino.
  • Der Film, den ich geschaut habe, heißt ...
  • Es war ein Film über ein Mädchen, das ...

über: mit Akkusativ oder Dativ?

Die Präposition über wird einerseits als Lokalpräposition gebraucht. Dann wird der Kasus entsprechend der Frage wo/wohin verwendet. Wenn sie im Sinne von engl. about verwendet wird, verlangt sie den Akkusativ.

Deklination von Adjektiven (Teil 3)

  1. Besonderheiten bei der Bildung: siehe Lektion vom 7. August 2019.
  2. Mit bestimmtem Artikel oder nach derselbe, dieser, jener, mancher, solcher, welcher, alle: siehe Lektion vom 24. Juli 2019
  3. Mit unbestimmtem Artikel, kein oder Possessivartikel (mein, dein, sein, ihr, unser, euer, ihr): siehe Lektion vom 7. August 2019.
  4. Ohne Artikel:
    MaskulinFemininNeutrumPlural
    Nominativsüßer Orangensaftsüße Milchklares Wassersüße Getränke
    Akkusativsüßen Orangensaftsüße Milchklares Wassersüße Getränke
    Dativsüßem Orangensaftsüßer Milchklarem Wassersüßen Getränken
    Genitivsüßen Orangensaft(e)ssüßer Milchklaren Wasserssüßer Getränke

derselbe/dieselbe/dasselbe

MaskulinFemininNeutrumPlural
Nominativderselbedieselbedasselbedieselben
Akkusativdenselbendieselbendasselbedieselben
Dativdemselbenderselbendemselbendenselben
Genitivdesselbenderselbendesselbenderselben

Vokabular

  • eindrücklich
  • der Eindruck, die Eindrücke
  • jemanden/etwas (Akk.) kennen, ich habe jemanden gekannt
  • raten: rate mal!
  • farblos
  • durchsichtig
  • klar
  • der Film, die Filme

Hausaufgaben


Macht die Übung noch einmal, ohne die Deklinationstabellen zu verwenden.

2019-08-07 Kurstagebuch

Heute haben wir nach einer freien Unterhaltung die Ordinalzahlen, einen weiteren Teil der Possessivartikel sowie der Deklination der Adjektive angeschaut. Dies haben wir mit einer Übung vertieft.

Freie Unterhaltung

  • Ich muss dir die Fotos zeigen.
  • Ich war diesen Montag dabei. = Ich war an diesem Montag dabei.
  • Das Programm war über den Thurgau.
  • Es gab eine Show mit Kühen.

Ordinalzahlen

  • das nullte Jahr
  • das erste Jahr
  • das zweite, dritte, vierte, ..., neunzehnte Jahr
  • das zwanzigste, einundzwanzigste, ..., millionste Jahr

Possessivartikel (Teil 2: Besitzer in der 1. Person Plural)

Mein Partner und ich, wir mieten eine Wohnung mit vier Zimmern, einer Küche, einem Kellerabteil und einem Garten. Es ist unsere Wohnung mit unseren vier Zimmern, unserer Küche, unserem Kellerabteil und unserem Garten:
MaskulinFemininNeutrumPlural
Nominativunser Gartenunsere Wohnungunser Kellerabteilunsere Zimmer
Akkusativunseren Gartenunsere Wohnungunser Kellerabteilunsere Zimmer
Dativunserem Gartenunserer Wohnungunserem Kellerabteilunseren Zimmern
Genitivunseres Gartensunserer Wohnungunseres Kellerabteil(e)sunserer Zimmer

Deklination von Adjektiven (Teil 2)

  1. Besonderheiten bei der Bildung:  
    1. Endet das Adjektiv auf -e, fügen wir kein zusätzliches e ein. Beispiel: leise — ein leiser Junge (nicht: ein leiseer Junge)
    2. Endet das Adjektiv auf -el entfällt normalerweise das e von -el. Beispiel: dunkel — ein dunkler Wald (nicht: ein dunkeler Wald)
    3. Bei der Endung -er entfällt das e meistens, wenn die Endung -er auf einen Vokal folgt, sowie bei vielen Fremdwörtern. Beispiel: teuer — ein teures Hotel (nicht: ein teueres Hotel); makaber — eine makabre Geschichte (nicht: eine makabere Geschichte)
    4. Das Adjektiv hoch ist unregelmäßig: c entfällt beim attributiven Adjektiv. Beispiel: hoch — ein hohes Haus (nicht: ein hoches Haus)
  2. Mit bestimmtem Artikel oder nach derselbe, dieser, jener, mancher, solcher, welcher, alle: siehe Lektion vom 24. Juli 2019
  3. Mit unbestimmtem Artikel, kein oder Possessivartikel (mein, dein, sein, ihr, unser, euer, ihr):
    MaskulinFemininNeutrumPlural
    Nominativunser kühler Gartenunsere kühle Wohnungunser kühles Kellerabteilunsere kühlen Zimmer
    Akkusativunseren kühlen Gartenunsere kühle Wohnungunser kühles Kellerabteilunsere kühlen Zimmer
    Dativunserem kühlen Gartenunserer kühlen Wohnungunserem kühlen Kellerabteilunseren kühlen Zimmern
    Genitivunseres kühlen Gartensunserer kühlen Wohnungunseres kühlen Kellerabteil(e)sunserer kühlen Zimmer
  4. Ohne Artikel: siehe nächste Lektion.

Vokabular

  • dünn
  • der Ordner, die Ordner
  • an etwas (Dat.) etwas/viel/wenig/nichts/... auszusetzen haben: beanstanden, kritisieren
  • aus Versehen = ohne Absicht
  • das Zimmer, die Zimmer
  • der Rucksack, die Rucksäcke
  • der Keller, die Keller
  • das Kellerabteil, die Kellerabteile: ein separat verschliessbarer Teil des Kellers
  • der Bauernhof, die Bauernhöfe
  • einladen, ich lade jemanden ein, sie hat jemanden eingeladen
  • kurz (Adj./Adv.)
  • sich streiten, wir haben uns gestritten, sie stritten sich
  • laufen, wir liefen, ihr seid gelaufen
  • jedes zwanzigste Jahr
  • die Kuh, die Kühe
  • gelingen = Erfolg haben
  • erfolgen = stattfinden
  • der Erfolg, die Erfolge
  • erfolgreich = gelungen
  • fern
  • das Mehl, die Mehle
  • rüber = herüber oder hinüber

Hausaufgaben

Macht die Übung noch einmal, möglichst ohne in der Deklinationstabelle nachzuschauen.

2019-07-27 Kurstagebuch

Heute haben uns zuerst frei unterhalten und danach die Lokalpräpositionen und die Deklination von Adjektiven mit einer weiteren Übung trainiert. In dieser Übung haben wir wieder die Fragewörter wo/woher/wohin mit spezifischeren Fragewörtern ergänzt.

Das interessiert mich vs. Ich interessiere mich für ... vs. Ich bin an ... interessiert

Diese drei Formen sind gleichwertig:
  1. Dieser Kochkurs interessiert mich.
  2. Ich interessiere mich für diesen Kochkurs.
  3. Ich bin an diesem Kochkurs interessiert.

Futur/Zukunft mit werden

Morgen wird es zwanzig Grad warm sein.
Morgen werden wir auf den Markt gehen.

Neigungen/Vorlieben/Geschmäcker vs. Wünsche/Bedürfnisse

Verwende folgende Formen,
  1. um generelle Neigungen, Vorlieben und Geschmäcker auszudrücken:
    • es mögen, etwas zu tun: Wir mögen es, auf den Markt zu gehen.
    • gern(e) etwas tun: Wir gehen gern(e) auf den Markt.
    • etwas (Akk.) mögen: Wir mögen den Markt.
    • etwas (Akk.) gern(e) haben: Wir haben den Markt gern(e).  
  2. um einen Wunsch oder ein temporales Bedürfnis auszudrücken (mit dem Konjunktiv II der Höflichkeit):
    • (gern(e)) etwas tun mögen im Konjunktiv II: Wir möchten (gern(e)) auf den Markt gehen.
    • gern(e) etwas tun im Konjunktiv II: Wir würden gern(e) auf den Markt gehen/Wir gingen gern(e) auf den Markt.
    • gern(e) etwas (Akk.) haben im Konjunktiv II: Wir hätten gerne einen Marktbesuch in unserem Tagesprogramm.

Possessivartikel (Teil 1: Besitzerin in der 3. Person Singular)

Ein Besitz wird durch den Besitzer im Genitiv angezeigt: Dies ist der Baum dieser Bäuerin. Dies ist das Tier dieser Bäuerin. Dies ist die Katze dieser Bäuerin. Dies sind die Kälber dieser Bäuerin. dieser Bäuerin kann mit dem Possessivartikel ersetzt werden, um den Satz kürzer zu machen:
MaskulinFemininNeutrumPlural
Nominativihr Baumihre Katzeihr Tierihre Kälber
Akkusativihren Baumihre Katzeihr Tierihre Kälber
Dativihrem Baumihrer Katzeihrem Tierihren Kälbern
Genitivihres Baumsihrer Katzeihres Tier(e)sihrer Kälber

denn vs. dann

  1. denn (gibt die Begründung an): Wir blieben zu Hause, denn das Wetter war schlecht = Wir blieben zu Hause, weil das Wetter schlecht war. Achtung: der Nebensatz mit denn kommt das Verb nicht an den Schluss!
  2. dann
    1. = darauf, danach; nachher, hinterher: Erst spielten sie zusammen, dann stritten sie sich.
    2. = dahinter, danach; darauf folgend: An der Spitze lief die Henne, dann folgten die Küken.
    3. rangmäßig danach: Sie ist die Beste/Schnellste/..., dann kommt ihr Bruder.
    4. = unter diesen Umständen, unter dieser Voraussetzung, in diesem Falle: Das kann nur dann gelingen, wenn alle mitmachen.
    5. = außerdem, ferner, dazu: Und dann kommt noch die Mehrwertsteuer hinzu.
    6. = zu einem bestimmten [späteren] Zeitpunkt: Noch ein Jahr, dann ist sie mit dem Studium fertig.
    7. = so (landschaftlich, in Ausrufen): Dann komm endlich rüber!
    8. = im Unterschied dazu; sonst; denn, wenn betont in Verbindung mit Interrogativpronomen oder -adverbien: „Hast du den Tipp von ihr?“ – „Nein.“ – „Von wem dann?“

Vokabular

  • eins nach dem anderen: Ich kann eins nach dem anderen lernen.
  • sich unterscheiden: Diese zwei Tomaten unterscheiden sich in der Farbe und in der Größe.
  • zwischen zwei Dingen (Dat.) unterscheiden: Man kann zwischen Ruchmehl und Weissmehl unterscheiden.
  • der Unterschied, die Unterschiede
  • im Allgemeinen = generell

2019-07-24 Kurstagebuch

Heute haben wir die Lokalpräpositionen und die Deklination von Adjektiven mit einer weiteren Übung trainiert. Wir haben dabei auch die Fragewörter wo/woher/wohin mit spezifischeren Fragewörtern ergänzt.

Welche Verben verlangen ein wo/woher/wohin?

  • nehmen → woher?
  • mitnehmen → wohin?
  • stellen → wohin?
  • aufstellen → wo?
  • etwas (Akk.) (irgendwoher irgendwohin) tragen (engl. to carry) → woher/wohin?
  • Kleider/Früchte tragen (engl. to wear clothes; to bear fruits) → wo?

Deklination von Adjektiven (Teil 1)

  1. Mit bestimmtem Artikel oder nach derselbe, dieser, jener, mancher, solcher, welcher, alle:
    mfnPl.
    Nominativder schwere Schrankdie schwere Pflanzedas schwere Autodie schweren Schränke
    Genitivdes schweren Schrank(e)sder schweren Pflanzedes schweren Autosder schweren Schränke
    Dativdem schweren Schrankder schweren Pflanzedem schweren Autoden schweren Schränken
    Akkusativden schweren Schrankdie schwere Pflanzedas schwere Autodie schweren Schränke
  2. Mit unbestimmtem Artikel, kein oder Possessivartikel (mein...): siehe nächste Lektion.
  3. Besonderheiten bei der Bildung: siehe nächste Lektion.
  4. Ohne Artikel: siehe übernächste Lektion.

Spezifischere Fragewörter als wo/woher/wohin

Allgemeines FragewortSpezifischeres Fragewort
wo?
  • aufworauf?
  • nebenwoneben?
  • um ... herumworum?
  • hinterwohinter?
  • vorwovor?
  • inmitten → ∅ resp. wo?
  • ausser/ausserhalb → ∅ resp. wo?
woher?
  • aus (... heraus) → wo heraus/woraus?
  • von → ∅ resp. woher?
wohin?
  • in (... hinein) → wo hinein/worein?
  • nach → ∅ resp. wohin?

Vokabular

  • schweben, ich schwebte
  • etwas (Akk.) verzieren, ich habe die Blechbüchse verziert
  • etwas (Akk.) trocknen, ich habe die Apfelringe getrocknet
  • plätschern, der Brunnen plätscherte

Hausaufgabe

Macht diese neue Übung.

2019-07-17 Kurstagebuch

Heute haben wir uns frei unterhalten und die Lokalpräpositionen mit einer Übung repetiert.

Freie Unterhaltung

  • Mein Freund ist aus Mailand.
  • Sie waren in Lugano.
  • Sie haben dort studiert.
  • Und jetzt arbeitet er in Mailand.
  • Seit einem Jahr arbeitet er in Mailand.
  • Heute habe ich den schlechtesten Tag (in meinem Leben) gehabt.
  • Das ist nicht etwas, das mich interessiert.
  • Es gibt viele Leute, die keine Ahnung haben, was ihre Aufgabe ist.

mehrere vs. viel vs. mehr

  1. mehrere ist ein Pronomen und Zahlwort und drückt eine unbestimmte größere Anzahl oder Menge aus. Die Bedeutung ist ähnlich zu einige und etliche.
  2. viel ist ein Adverb und drückt aus, dass etwas in vielfacher Wiederholung erfolgt oder einen beträchtlichen Teil der zur Verfügung stehenden Zeit einnimmt, oder wird gleichbedeutend mit sehr oder mit wesentlich, bedeutend, weitaus gebraucht. Der Komparativ von viel ist mehr, der Superlativ am meisten.

Vokabular

  • etwas (Akk.) selber machen, ich habe diese Konfitüre selber gemacht.
  • der Prozess, die Prozesse
  • mit jemandem über etwas (Akk.) sprechen, ich habe mit ihr über Filme gesprochen.
  • praktisch
  • reglementiert
  • kontrolliert
  • die Leute (Pl.)
  • etwas (Akk.) übrig haben, ich habe Birnen übrig.
  • in die Berge fahren

2019-07-10 Kurstagebuch

Heute haben wir die Lokalpräpositionen geübt, indem die Lernenden eigene Sätze mit Gegenständen und den Verben sein, liegen, sitzen, stehen, gehen, legen, setzen und stellen bildeten. In diesem Zusammenhang haben wir auch die Dativ- und Genitiv-Deklination geübt. Die Lokalpräpositionen gegenüber, entlang, zu, durch und bis haben wir vertieft untersucht. Die Lernenden haben danach eine Übung dazu selbständig gelöst. Diese Übung haben wir zum Schluss korigiert.  

Sätze bilden mit Lokalpräpositionen

  • Wo hast du die Socken versteckt? Im Schrank.
  • Wo hast du die Oliven gefunden? Im Kühlschrank.
  • Woher kommst du? Aus der Schweiz.
  • Das Koreanisch-Wörterbuch liegt zwischen den anderen zwei Büchern.
  • Wir sitzen auf den Stühlen.
  • Die Zettel liegen um den Kübel (herum). = Die Zettel sind um den Kübel verteilt.

gegenüber + Dat.; Dat. + gegenüber

Für die Präposition gegenüber gilt:
  1. gegenüber kann vor oder hinter dem Nomen-Bezugswort stehen:
    1. Voranstellung: Gegenüber der Kirche steht eine Bank.
    2. Nachstellung: Der Kirche gegenüber steht eine Bank.
  2. gegenüber muss hinter dem Pronomen-Bezugswort stehen:
    1. Gestern saß Frau Meier mir/dir/ihm/ihr/ihm/uns/euch/ihnen gegenüber.

Akk. + entlang; entlang + Gen.

Für die Präposition entlang gilt:
  1. Nachstellung: Die Präposition entlang kann hinter dem Bezugswort stehen. Dann verlangt sie den Akkusativ, selten (aber noch schweizerisch) den Dativ. Diese Form wird meist zusammen mit einem Dislokationsverb (auf die Frage "wohin?": gehen, fahren, laufen, rennen, spazieren, führen etc.) verwendet, zeigt somit eine parallele Bewegung an und entspricht dem Verb folgen:
    • Am Sonntag sind wir drei Stunden den Rhein entlang spaziert.
    • Als Frage: Wo lang hat sie euch geführt?
    • Im Relativsatz: Dies ist die Bahnlinie, die/welche entlang / wo lang wir letzten Sommer Rad gefahren sind.
  2. Voranstellung: Die Präposition entlang kann jedoch auch vor dem Bezugswort stehen. Dann verlangt sie den Genitiv, seltener den Dativ, veraltet den Akkusativ. Diese Form wird meist mit Verben, die ein Verbleiben an Ort und Stelle (auf die Frage "wo?") ausdrücken (sein, (ver)bleiben, stehen, liegen, sitzen, es gibt etc.), verwendet:
    • Entlang des Rheins gibt es spezielle Entsorgungseinrichtungen.
    • Er hat sich intensiv auf die 10,5 Kilometer lange Strecke entlang des Rheins vorbereitet. = Er hat sich intensiv auf die 10,5 Kilometer lange Strecke, die entlang des Rheins ist/liegt, vorbereitet.
    • Als Frage: Entlang welcher Strasse gibt es viele Unfälle?
    • Im Relativsatz: Er erinnert sich gerne an die Eisenbahnstrecke durch Sibirien, entlang deren viele Birken wachsen/stehen.

(von + Dat.) bis + Akk.

Die entsprechende Frage lautet "(von woher) bis wohin?"
von als Lokalpräposition gibt das Verlassen eines Startpunktes oder einer Herkunft an. bis als Lokalpräposition gibt das Erreichen eines Endpunktes an.
  1. Endpunkt ohne Artikel: von Anfang bis Ende = vom Anfang bis ans Ende; bis hierher; bis dorthin
  2. Endpunkt ohne Artikel → + fakultatives nach: bis (nach) München; von unten bis (nach) oben
  3. Endpunkt mit Artikel: bis an den Rhein; bis in das Tal (hinein); bis zur Haltestelle

durch + (Akk.)

durch als Lokalpräposition kennzeichnet eine Bewegung, die auf der einen Seite in etwas hinein- und auf der anderen Seite wieder herausführt, oder eine (Vorwärts)bewegung über eine (längere) Strecke innerhalb eines Raumes, Gebietes o. Ä. Beispiele:
  • durch die Tür gehen
  • das Geschoss drang durch den rechten Oberarm
  • Nudeln durch ein Sieb gießen
  • durch die Nase atmen
  • durch das Wasser waten
  • durch den Park bummeln
  • In übertragener Bedeutung: Mir schießt ein Gedanke durch den Kopf.
  • Als Fragewort:  Wodurch sind wir letztes Jahr gefahren?
  • Als Relativsatz: Dies ist der Tunnel, wodurch / durch den/welchen wir letztes Jahr gefahren sind.

zu + Dat.

zu als Lokalpräposition gibt die Richtung (einer Bewegung) auf ein bestimmtes Ziel hin an. Solche Ziele sind:
  1. Personen
  2. Plätze und Ortsangaben mit Artikel
  3. kurzfristige Erledigungen
Beispiele:
  • Das Kind läuft zu seiner Mutter / zum nächsten Haus.
  • Er kommt morgen zu mir.
  • Kommst du mit zum Schwimmen?

2019-07-02 Kurstagebuch

Heute haben wir zuerst die Hausaufgaben korrigiert. Danach haben wir die Adjektive/Adverben mit den Affixen -lich und -al angeschaut.

Korrektur der Hausaufgaben

  • Ich hätte gerne etwas (Akk.).
  • Ich möchte gerne (+ Obj.) + Verb
  • Wie lange halten sie sich?
  • hierher: Wie oft kommen Sie hierher?
  • dorthin: Ich gehe dorthin.
  • von/aus + Dat. auf die Frage "Woher?": Diese Sachen kommen/sind von hier/von einer Insel/aus einer Stadt/aus einem Land/aus einer Region.
  • in/auf/an/unter/vor/hinter + Dat. auf die Frage "Wo?": Der Rhein ist ein Fluss in Basel. Der Eiger ist ein Berg in der Schweiz. Meine Schwester macht Ferien auf einer Insel/im Irak.
  • in/auf/an/unter/vor/hinter + Akk., zu + Dat.  auf die Frage "Wohin?": Du gehst nach Zürich. Sie ist schon nach Hause gegangen. Wir gehen für den Urlaub nach Deutschland/in die Schweiz/in die Türkei/in die U.S.A./in den Iran/in den Irak. Ihr geht zum Rhein/zum Platz/zum Park/zum Arzt/zum Markt/zur Schule/auf den Platz/in den Park/in die Schule/an den Rhein.
  • um zu: Wir gehen nach Deutschland, um eine Aufführung zu sehen. Sie ist nach Hause gegangen, um ihren Rucksack zu holen.
  • wonach = nach welcher (gerade erwähnten) Sache
    • Wonach sehnst du dich?
    • Dies ist eine Sommerattraktion, wonach sich die Menschen sehnen = nach welcher sich die Menschen sehnen.
  • womit = mit welcher (gerade erwähnten) Sache
    • Womit fährst du nach Italien?
    • Dies ist das Auto, womit wir nach Italien fahren = mit welchem wir nach Italien fahren.
  • wodurch = durch welche (gerade erwähnte) Sache
    • Wodurch sind wir letztes Jahr gefahren?
    • Dies ist der Tunnel, wodurch wir letztes Jahr gefahren sind = durch welchen wir letztes Jahr gefahren sind.

Adjektive/Adverben mit dem Affix -lich

-lich war einst ein selbständiges Wort, es stammt aus dem Germanischen *-lîka (="Körper"). Das Etymon ist heute noch erhalten in den Wörtern Leiche (= hier in der Grundbedeutung "Körper", allerdings nur noch bezogen auf tote Körper), und gleich. Im Englischen ist -lich auch heute noch als selbständiges Wort erhalten: like. männlich bedeutet also ursprünglich einen männlichen Körper habend. Später erhielt das Affix dann vergleichende Bedeutung.
Das Affix -lich drückt aus, dass die genannte Eigenschaft zum Wesen einer Person oder Sache selbst gehört.
Beispiele:
  • männlich (Gegenwort: weiblich) =
    1. dem zeugenden Geschlecht angehörend: eine männliche Pflanze
    2. zu einem Mann gehörend = von einem Mann:  ein männlicher Vorname; eine männliche Stimme
    3. besonders typisch für einen Mann = wie es einem Mann gemäß ist = wie ein Mann: ein männliches Gesicht; ein männlicher Ausdruck
  • südlich =
    1. nach Süden: auf dem 40. Grad südlicher Breite
    2. im Süden gelegen: die südlichen Länder
    3. für den Süden typisch: die südliche Sonne
  • ähnlich (Adjektiv und Adverb) = usprünglich: wie der Ahn; heute: in manchem übereinstimmend = teilweise analog: in einem ähnlichen Falle; sich ähnlich verhalten
  • wöchentlich (Adjektiv und Adverb) = jede Woche wiederkehrend = in (je)der Woche einmal = einmal die Woche = allwöchentlich: Diese Sendung wird wöchentlich ausgestahlt.
  • ausführlich = ins einzelne gehend: die ausführliche Stellungnahme. Aber: der der ausführbare Plan (siehe Lektion vom 6. Mai 2019)
  • verantwortlich = die Verantwortung tragend: die verantwortliche Person. Aber: die verantwortbare Entscheidung (siehe Lektion vom 6. Mai 2019)
  • löslich = so beschaffen, dass es sich in Flüssigkeit auflöst: das (in Wasser) lösliche Salz. Aber: das lösbare Problem (siehe Lektion vom 6. Mai 2019)
  • Aber: traumhaft. Weitere Beispiele mit dem Affix -haft schauen wir nächste Lektion an.
Beispiele für die quasi gleiche Bedeutung der -lich- und -bar-Affixe (siehe Lektion vom 6. Mai 2019):
  • die allgemein unüberwindbare Hürde = die unüberwindliche Hürde. Aber: Die für bestimmte Personen unüberwindbare Hürde
  • das unvermeidbare Übel = das unvermeidliche Übel
  • das unerklärliche Rätsel = das unerklärbare Rätsel
  • der unersetzliche Freund = der unersetzbare Freund
  • das unübertreffliche Essen = das unübertreffbare Essen
Das Affix -al hat eine ähnliche Verwendung wie die Affixe -lich und -weise, ist aber lateinischen Ursprungs.
  • lokal = örtlich (Adjektiv); ortsweise/stellenweise (Adverb)
  • regional = aus/in der Gegend; regionenweise (Adverb)
  • saisonal = jahreszeitlich (Adjektiv); von Jahreszeit zu Jahreszeit (Adverb)
  • oral = mündlich (Adjektiv und Adverb)

Vokabular

  • das Auto, die Autos
  • der Süden
  • das Salz, die Salze
  • das Schloss, die Schlösser
    1. (an Türen und bestimmten Behältern angebrachte) Vorrichtung zum Verschließen, Zuschließen mithilfe eines Schlüssels
    2. meist mehrflügeliges (den Baustil seiner Zeit und den Prunk seiner Bewohner repräsentierendes) Wohngebäude des Adels
  • die Hürde, die Hürden
  • überwinden, ich habe die Hürde überwunden
  • der Ort, die Orte
  • die Gegend, die Gegenden
  • die Region, die Regionen
  • der Mund
  • die Gefahr, die Gefahren
  • ausführen
    1. verwirklichen, realisieren, einem Auftrag gemäß tun, vollziehen, (eine bestimmte Arbeit) machen, erledigen
    2. mündlich oder schriftlich ausführlich erläutern, darlegen
    3. ... (siehe Duden)
  • lösen
    1. bewirken, dass etwas lose wird, nicht mehr fest verbunden ist, nicht mehr [an]haftet
    2. durch bestimmte Rechenschritte und die Anwendung rechnerischer Kenntnisse zum Ergebnis, zur Lösung von etwas kommen
    3. zergehen lassen, [in einer Flüssigkeit] auflösen, verteilen
    4. ... (siehe Duden)

Hausaufgaben

Schreibe acht Sätze auf, in welchen du die heute gelernte Grammatik anwendest oder heute gelernte Wörter verwendest.

2019-07-06 Kurstagebuch

Zuerst haben wir uns frei unterhalten und gemeinsam die Hausaufgaben korrigiert. Dann haben wir die Substantivierung von Verben, die Kommaregel bei Aufzählungen, die Final-Nebensätze und die Lokalpräpositionen geübt.
Die Lernenden haben zum Schluss in ihrem individuellen Tempo eine Übung zu den Präpositionen schriftlich gelöst. Danach haben wir diese gemeinsam korrigiert.  

Freie Unterhaltung

Meine Freunde sind ins Karaoke gegangen.
Ich habe am Computer, im Garten und in der Küche gearbeitet. Ich habe gebacken und einen Kuchen in den Ofen geschoben.
Die Kinder machen keine Fehler.

Korrektur der Hausaufgaben

  • Womit gehst du zur Arbeit?
  • Wir fahren mit dem Auto dorthin.
  • Mein Freund ist sehr freundlich und verantwortlich.
  • Es ist unverantwortbar, den Abfall nicht zu sortieren.
  • Mir fehlen noch vier Sätze.

Dativobjekt + fehlen

Dativobjekt + fehlen wird verwendet, um einen Verlust auszudrücken. Das Subjekt im Satz ist das, was fehlt. Das Dativobjekt ist/sind die Person(en), die den Verlust fühlt/fühlen.
  • Du fehlst mir. (Das ist mein Gefühl.)
  • Wir fehlen ihr. (Das ist ihr Gefühl.)
  • Sie fehlt uns. (Das ist unser Gefühl.)
  • Ihm (dem Hund) fehlt der Knochen.
  • Ihm (dem Haus) fehlt ein Dach.
  • Ihnen (diesen Pflanzen) fehlt Wasser.

Substantivierung von Verben

Alle Verbinfinitive können ohne Änderung der Form als Substantive verwendet werden. Das korrespondierende Substantiv ist stets ein deklinierbares Neutrum und Singularetantum. Beispiele:
  • tanzen → das Tanzen
  • schwimmen → das Schwimmen
  • reiten → das Reiten

Kommaregel bei Aufzählungen

Bei Aufzählungen wird zwischen den Aufzählungselementen ein Komma gesetzt. Nur vor dem letzen Element wird statt einem Komma ein und gesetzt.
  • a, b, c und d
  • grüne, gelbe und rote Tomaten

Finale Nebensätze mit um ... zu ... oder mit damit

Der Nebensatz enthält das Ziel oder den Zweck, der Hauptsatz die Handlung, die zur Erreichung des Ziels unternommen wird. Das Fragewort ist wozu. Bei Nebensätzen mit damit steht das Verb am Ende. Die Umstellung von Haupt- und Nebensatz ist möglich.
  • Wozu geht ihr ins Kino?
  • Wir gehen ins Kino, damit wir einen Film sehen. =
  • Damit wir einen Film sehen, gehen wir ins Kino.
Wenn im damit-Satz ein identischer Nominativ steht, kann dieser wegfallen. Allerdings muss der damit-Satz in einen Infinitivsatz mit um ... zu ... umgewandelt werden. Beispiel:
  • Wir gehen ins Kino, damit wir einen Film sehen. =
  • Wir gehen ins Kino, um einen Film zu sehen. =
  • Um einen Film zu sehen, gehen wir ins Kino.

Lokalpräpositionen

Lokalpräpositionen werden verwendet
  1. zur Angabe des Herkunftsortes (woher?): ab, aus, von + Dat.
  2. zur Angabe des Ortes (wo?):
    1. an, auf, außer, bei, gegenüber, hinter, in, neben, über, unter, vor, zwischen + Dat.
    2. abseits, außerhalb, diesseits, entlang, inmitten, innerhalb, jenseits, längs, oberhalb, unterhalb, unweit + Gen.
    3. um + Akk.
  3. zur Angabe der Zielrichtung und des Zielortes (wohin?):
    1. an, auf, bis, durch, gegen, hinter, in, neben, über, unter, vor, zwischen + Akk.
    2. nach, zu + Dat.
  • Verben, die mit einer Zielrichtung oder einem Zielort verwendet werden:
    • gehen: Ich gehe nach Zürich.
    • legen: ich lege mich auf mein Bett.
    • setzen: Ich setze mich auf den Stuhl.
    • stellen: Ich stelle die Flasche auf den Tisch.
  • Verben, die mit einem Ort verwendet werden:
    • sein: Ich bin in Zürich.
    • liegen: Ich liege im Bett.
    • sitzen: Ich sitze auf dem Stuhl.
    • stehen: Die Flasche steht auf dem Tisch.

Vokabular

  • etwas (Akk.) irgendwohin gießen, ich habe etwas in die Tasse gegossen.
  • etwas (Akk.) irgendwohin schütten, ich habe etwas in den Abfluss geschüttet. (grobmotorischer als gießen)
  • blühen, die Blume blühte während des Sommers, die Blume hat einmal geblüht.
  • schwitzen, ich habe geschwitzt.
  • verschwitzt sein
  • irgendwohin eindringen, das Wasser ist ins Schiff eingedrungen.
  • die übrigen Leute
  • sein, ich bin gewesen

Hausaufgaben

Schreibe zehn Sätze auf mit Elementen, die du heute gelernt hast.
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2019-06-29 Kurstagebuch

Heute haben wir zuerst die Konversation in der Arztpraxis im Rollenspiel geübt. Danach haben wir die Dativpronomen repetiert und den zweiten Teil der Grammatik zum Adverb mit dem Affix -weise angeschaut.

Konversation in der Arztpraxis

  • Mir geht es nicht gut.
  • Ich bin erkältet. = Ich habe eine Erkältung.
  • Ich huste oft.
  • Ich habe seit einer Woche Kopfschmerzen.
  • Ist der Husten trocken oder schleimig?
  • Ist Ihnen schwindlig?
  • Ist Ihnen kalt?
  • Ist Ihnen warm?
  • Ich fühle mich schwach. = Ich fühle mich nicht stark.
  • Ich bin müde/krank/... vs. Ich fühle mich müde/krank/...
  • Ich verschreibe Ihnen für alle Fälle einen Hustensaft.
  • Ich stelle Ihnen ein Arztzeugnis aus. Sie können sich die nächsten drei Tage zu Hause erholen und müssen nicht zur Arbeit gehen.
  • Ich habe mich verletzt. = Ich bin verletzt.
  • Ich habe mir den Fuß verstaucht.

Dativpronomen

  • der Hund → ihm
  • das Kind → ihm
  • die Frau → ihr
  • wir → uns
  • ihr → euch
  • sie (Pl.) → ihnen

Eszett vs. Doppel-S

Nach langem Vokal wird ein ß gesetzt, nach kurzem ein Doppel-S.

Adverben mit dem Affix -weise (Teil 2)

  1. ... (für Teil 1 siehe Lektion vom 12.06.2019)
  2. in jeweils einer bestimmten Menge: Substantiv (+ Fugenlaut) + -weise
    • bündelweise =
      1. Bündel für Bündel: Die Radieschen werden bündelweise/Bündel für Bündel abgepackt
      2. im Bündel: Wir verkaufen die Radieschen bündelweise/im Bündel
    • wochenweise =
      1. je von Woche zu Woche geschehend: Tragen Sie die Produktionsmengen wochenweise in die Tabelle ein
      2. jeweils für eine Woche: Der Kurs findet wochenweise statt = Der Kurs findet jeweils für eine Woche statt = Der Kurs dauert jeweils eine Woche
    • eimerweise =
      1. Eimer für Eimer = mit dem Eimer: Das Wasser musste eimerweise/Eimer für Eimer/mit dem Eimer ins Haus getragen werden
      2. im übertragenen Sinne (in grossen Mengen): Selbstorganisation und Beteiligung sind eimerweise gefragt; Das Blut spritzte nur so eimerweise
    • paarweise = in Paaren: Die Kinder gehen paarweise auf dem Trottoir/Gehsteig
    • stückweise = Stück für Stück/in Stücken: Sie können die Platten stückweise in diese Rillen legen; Die Serie wird stückweise ausgestrahlt

Vokabular

  • klingen → der Klang, die Klänge
  • tönen → der Ton, die Töne
  • der Frost, die Fröste
  • etwas (Akk.) einfrieren, eingefroren
  • die Erkältung
  • die Grippe
  • das Fieber
  • der Patient, die Patienten
  • die Klinik, die Kliniken = die Arztpraxis, die Arztpraxen
  • die Praxis =
    1. Antonym zu die Theorie, die Theorien: Aufführung, Anwendung von Gedanken, Vorstellungen, Theorien o. Ä. in der Wirklichkeit. Achtung: Ohne Plural!
    2. Räumlichkeit, in der ein Arzt, Masseur, eine Heilpraktikerin, Psychiaterin o. Ä., auch ein Anwalt, eine Anwältin seinen bzw. ihren Beruf ausübt
    3. Erfahrung, die durch eine bestimmte praktische Tätigkeit gewonnen wird. Achtung: Ohne Plural!
    4. bestimmte Art und Weise, etwas zu tun, zu handhaben. Plural selten.
  • der Arzt, die Ärzte = der Doktor, die Doktoren
  • kühl
  • der Kühlschrank, die Kühlschränke
  • cool
  • kalt
  • lauwarm
  • warm
  • heiss
  • die Zimmertemperatur
  • die Körpertemperatur
  • frisch
  • kalt
  • eiskalt
  • frösteln, ich fröstelte
  • frieren, ich fror
  • der (Kranken)pfleger
  • pflegen, ich pflegte
  • sich um jemanden/etwas (Akk.) kümmern, ich habe mich um den Kunden gekümmert.
  • das Wohlbefinden
  • der Husten
  • der Hals, die Hälse
  • der Schleim
  • etwas (Akk.) fühlen, ich habe etwas gefühlt.
  • etwas (Akk.) spüren, ich habe etwas gespürt.
  • wütend
  • verschreiben, ich habe ein Rezept verschrieben
  • die Verletzung, die Verletzungen
  • der Knochen, die Knochen
  • die Verstauchung, die Verstauchungen
  • das Gelenk, die Gelenke

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