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  last edited: Wed, 18 May 2022 15:21:21 +0200   

eisa エイサー ist eine Form des Volkstanzes, die von der Insel Okinawa stammt. Ursprünglich ist es ein obon-Tanz, der in den Ortschaften während des Obon-Festivals aufgeführt wird, um die Geister ihrer Vorfahren zu ehren. Wahrscheinlich stammt der Name eisa von einem Ausruf, der im traditionellen Lied mamauya ninbuchi 継親念仏 verwendet wird.






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Der Kern von eisa besteht aus nembutsu-Liedern. nembutsu wurden von Taichū 袋中 (1552–1639), einem Mönch des Amitabha-Buddhismus', nach Okinawa gebracht und von chondaraa 京太郎, Gruppen von Puppenspielern, in alle Gegenden Okinawas gebracht.

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chondaraa






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Charaktieristisch bei eisa ist der in Okinawa verbreitete Hand-Tanz tii-uduri ティーウドゥリ.

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tii-uduri

Modernes eisa


Obwohl es insbesondere in Uruma noch Vereinigungen gibt, die die ursprüngliche rund zweihundertjährige Form von eisa bewahrt haben, d.h. noch in der Mönchs-/Bauernkluft und barfuss tanzen sowie z.T. noch nenbutsu singen (so die Vereinigungen heshikiya, henna, nishihara oder yonashiro), hat eisa insgesamt nach dem zweiten Weltkrieg starke Wandlungen durchgemacht.

Modernes eisa wird in grossen Gruppen getanzt, hauptsächlich in doppelten Linien oder Kreisen, begleitet von Gesang, Trommeln spielenden Tänzern und sanshin. Je nach regionalem Stil werden drei Arten von Trommeln verwendet:

  • die paarankuu パーランクー, eine kleine Handtrommel, die denen ähnelt, die bei buddhistischen Zeremonien verwendet werden
  • die ufudeeku 大太鼓, eine große Trommel (nicht Teil der traditionellen Form; manchmal in Kombination mit paarankuu);
  • die shimedeeku 締太鼓, eine mittelgroße Trommel ähnlich der im Noh-Theater verwendeten (auch diese Trommel ist nicht Teil der traditionellen Form; meist in Kombination mit ufudeeku);
Die Tänzer spielen manchmal auch kleine Handgongs und yotsutake-Kastagnetten. Eisa-Tänzer tragen verschiedene Kostüme, normalerweise nach lokaler Tradition und Geschlecht des Tänzers; Moderne Kostüme sind oft bunt und haben einen charakteristischen, farbenfrohen, geknoteten Turban. Beliebt sind auch spezielle Westen, Leggings und Schuhe.

Oft bringt eine Eisa-Gruppe zu einer Aufführung einen Fahnenpfahl hatagashira 旗頭 mit. Auf der 3 bis 4 Meter hohen Fahne steht in der Regel der Name des Gruppe (meist eine Ortsbezeichnung).

Der oder die sanshin-Spieler gehen an der Spitze oder am Schluss des Umzugs mit und spielen und singen die Lieder.

Heutzutage malen die chondaraa ihre Gesichter weiß an und spielen manchmal die Rolle von Clowns neben den heroischen Trommeln und anmutigen Handtänzen. Manchmal sind sie auch für die Organisation der Prozession verantwortlich.

Abgrenzung


Auf den Yaeyama-Inseln wird Bon-Tanz normalerweise angama genannt und von nembutsu-Liedern begleitet. Die Amami-Inseln haben auch nembutsu-Lieder, aber zumindest einige von ihnen gehören möglicherweise zu einer anderen Tradition als Okinawas chondaraa. Diese Traditionen gehören nicht zu eisa. eisa gilt als spezifisch für die Okinawa-Inseln.

Mehr zu eisa:
https://eisa-museum.jp/eisa/
http://www.shinjuku-eisa.com/about/