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wadaiko 和太鼓 (wörtlich: japanische Trommel) ist ein Sammelbegriff für alle möglichen traditionellen japanischen Trommeln. Sie werden bei Festen, kabuki 歌舞伎, noh 能-Theaterstücken und Zeremonien an Schreinen und Tempeln usw. verwendet. Zusammen mit shinobue 篠笛-Flöten sind sie die Hauptbestandteile von bon-Tänzen. Im shintoistischen Bräuchen sind Trommeln seit dem Altertum weit verbreitet. Shintoistische Tänze (kagura 神楽) werden von Trommeln, shinobue und anderen Instrumenten begleitet. In Schreinen und Tempeln werden Trommeln als Mittel zur Kommunikation mit den Göttern und Geistern aufgestellt. Darüber hinaus kommen sie oft in dengaku 田楽 (bäuerliche rituelle Musik und Tänze), bei ländlichen religiösen Zeremonien (bei denen die Grenze zwischen Buddhismus und Shintoismus verschwimmt) und in itako イタコ (schamanistischen Ritualen) zum Einsatz.

Unterschiedliche Arten von wadaiko

Der Körper all dieser Trommeln besteht aus Holz und ist mit Lederpergament bespannt. Diejenigen, die mit einem bachi 桴 (Schlägel) angeschlagen werden, nennt man taiko 太鼓, während diejenigen, die mit der Hand angeschlagen werden, tsuzumi 鼓 heißen. Unter den genagelten taiko (byō-uchi-daiko 鋲打ち太鼓) ist die nagadō-daiko 長胴太鼓 (auch miya-daiko 宮太鼓 genannt) die bekannteste, unter den gebundenen (shime-daiko 締め太鼓) sind es die okedō-daiko 桶胴太鼓 und die tsuke-shime-daiko 附締太鼓.

Im gagaku 雅楽 (alte japanische Hofmusik) gibt es zwei Arten von Trommeln: die raku-daiko 楽太鼓, die von den Flötenspielern gespielt, und die dadaiko 大太鼓, die für den Tanz verwendet wird. Am Ende eines jeden Musikabschnitts wird ein Schlag auf der Trommel gespielt; sie ist also ein wichtiges Element, das die gesamte Aufführung strukturiert.

Im Buddhismus kommen je nach Sekte die uchiwa-daiko 団扇太鼓 oder die hōraku-daiko 法楽太鼓 zum Einsatz. Ansonsten werden im Buddhismus ausschließlich mokugyo 木魚 (fischförmiges Schlagholz), suzu 鈴 (Glocken), dora 銅鑼 (Gongs) und shōko 鉦鼓 (kleine Gongs) verwendet.

Geschichte

Ein mit einem Fell bespanntes Steingut wurde in Senseki in Chino, und eine Statue einer Person, die eine Trommel schlägt, wurde aus bei Maebashi-Tenjinyama in Sakai-machi ausgegraben, was darauf hindeutet, dass Trommeln in Japan während der Kofun-Zeit (spätes 3. bis 6. Jahrhundert) existierten.

Im Mittelalter blühte das musikalische Trommeln durch die Entwicklung der dengaku  und anderer Musikformen auf. In der Sengoku-Zeit (Zeit der Streitenden Staaten) benutzten kriegführende Feudalherren Taiko, um ihre Armeen anzuführen, und Jindaiko (Trommel-Gruppen) entstanden,  z. B. Takeda Shingens 21-köpfige Osuwa-Trommelgruppe.

In der Edo-Periode (1603-1868) wurden die Trommeln bei rituellen Veranstaltungen gespielt; ausserdem hielten Trommel-Liebhaber Treffen ab, nora-uchi のら打ち genannt, um gemeinsam zu trommeln.

In der frühen Showa-Periode (1930er Jahre) gab es taiko-Spielwettbewerbe, um sich in Trommeltechnik und -kunst zu messen. Die Trommelszene zum Höhepunkt des Films muhoumatsu no isshou 無法松の一生 liess den Film so populär werden, dass er mehrmals neu verfilmt wurde. Außerdem begannen lokale Trommler, für Inland-Touristen in Thermal-Kurorten aufzutreten.

Als Oguchi Daihachi 1951 die osuwa-daiko 御諏訪太鼓, die in der Meiji-Ära nicht mehr existierte, wieder herstellte, rief er den kumi-daiko 組太鼓-Stil ins Leben, bei dem nur eine kleine Anzahl von Trommlern spielt.

Seit den 1970er Jahren hat das Aufkommen und die Popularität professioneller wadaiko-Gruppen wie Ondekoza 鬼太鼓座 und Kodō 鼓童 zum Entstehen unzähliger Amateur-wadaiko-Gruppen in verschiedenen Teilen Japans geführt. Mit der finanziellen Unterstützung des 100 Millionen Yen teuren "Hometown Creation Project" und Lotteriesubventionen während der "Bubble Economy" wurde wadaiko zur Wiederbelebung von Städten und zur Förderung der Jugend eingesetzt.