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Bei der okedō-daiko 桶胴太鼓 handelt es sich um eine mit einem Seil gespannte Trommel, bei der ein leichter, zylinderförmiger Korpus mit zwei über einen Metallring gespannten Fellen kombiniert wird. Die Spannung kann so eingestellt werden, dass eine Reihe von Klängen, von tiefen bis hin zu hohen, erzeugt werden kann. Neben dem Spiel mit Schlägeln ist auch das Spiel mit den Händen möglich, wodurch sich die Bandbreite der Darbietung erweitert. Neben den okejime-daiko 桶締太鼓, die für fuse-uchi 伏せ打ち (senkrechtes Spiel) verwendet werden, gibt es katsugi okedō-daiko かつぎ桶胴太鼓, die auf der Schulter getragen werden, sowie jōbyōshi-daiko 跳拍子太鼓 und jibyōshi-daiko 地拍子太鼓, die ebenfalls zur Kategorie der okedō-daiko gehören.

Diese Art Trommel kommt u.a. am traditionellen Brauch iwakisan jinja shinsai 岩木山神社賑祭 zum Einsatz.

岩木山神社 宵山 お山参詣 2019/8/29 枡形広場
by natuharu126 on YouTube

In den 1980er Jahren trafen sich die kumi-daiko2-Gruppe Kodō und die koreanische Gruppe Samul Nori3. Bei einem ihrer Treffen probierte das Kodō-Mitglied Saitō Eiichi die #^ janggu aus und war beeindruckt von der Art und Weise, wie die koreanischen Trommler beide Seiten der Trommel spielen.4 Die Kodō-Mitglieder sahen das Potenzial, diesen Stil für die okedō-daiko vom iwakisan jinja shinsai zu adaptieren. Sie passten sogar deren Bauweise an. Diese Variante der okedō-daiko wurde als katsugi okedō-daiko かつぎ桶太鼓 bekannt.

2 zu kumi-daiko siehe #^ wadaiko
3 zur Gruppe Samul Nori siehe #^ pungmul
4 Kodo Cultural Foundation. 2011. Inochi Moyashite, Tatakeyo. -Kodo 30-Nen no Kiseki – いのちもやして、たたけよ。-鼓童30年の軌跡ー. Tokyo: Shuppan Bunka Sha Corporation.
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Die shinobue 篠笛 ist die Flöte, die wir im tr'ensemble-Training am meisten einsetzen. Sie ist eine einfache Querflöte aus Bambus mit sechs oder sieben Grifflöchern. Die Innenseite des Rohres ist mit Urushi-Lack oder Kunstharz behandelt. Manchmal ist das Bambusrohr mit Rattan umwickelt, um ein Spalten zu verhindern. Die shinobue kommt zusammen mit Perkussionsinstrumenten wie wadaiko-Trommeln und Gongs zum Einsatz und ist für die "Hauptmelodie" von matsuri 祭 (traditionelle Feste), kagura 神楽 (Aufführungen uralter Tänze und Musik im Shintō) und shishimai 獅子舞 (Löwentänze) zuständig.

matsuri-Flöte ist quasi gleichbedeutend mit shinobue

An den traditionellen Festen (matsuri) in Japan wird meist die shinobue verwendet, in einigen Regionen jedoch auch ryūteki 龍笛 (Drachenflöten), nōkan 能管 (Noh-Flöten), kagurabue 神楽笛 (Kagura-Flöten) und andere einzigartige Flöten.

Unterschiedlich gestimmte shinobue

hayashi-yō 囃子用
shinobue, die seit der Antike für matsuri, kagura, shishimai und andere Rituale in verschiedenen Regionen verwendet werden, werden hayashi-yō 囃子用 ("musikalisch") oder kotenchō 古典調 ("klassisch") genannt. Sie haben Grifflöcher mit gleichem Durchmesser, die in etwa gleichen Abständen aufgereiht sind, wodurch sie leicht zu spielen sind, aber da sie nicht auf eine Tonleiter gestimmt sind, sind sie schwierig mit Instrumenten wie der shamisen 三味線zu spielen, die eine ausgeprägte Tonleiter haben.

utabue 唄笛
In der frühen Showa-Periode (1926-1989) wurde eine shinobue für Gesang, die sogenannte utabue 唄笛, entwickelt, indem die Position und Größe der Grifflöcher angepasst wurde, um das Spielen mit traditioneller japanischer Musik (min-yō 民謡, naga-uta 長唄 usw.) zu erleichtern.

doremibue ドレミ調
Da die Anzahl der Ensembles mit westlichen Instrumenten zugenommen hat, wurden auch shinobue entwickelt, wie z.B. die "Do-Re-Mi"- oder die Misato-Shinobue, die näher an der westlichen Stimmung sind.

Spieltechnik

Das auffälligste Merkmal der traditionellen Spielweise der shinobue im Vergleich zu der Querflöten anderer Länder ist, dass kein Tonguing verwendet wird. Stattdessen werden die Grifflöcher für eine sehr kurze Zeitspanne geöffnet und geschlossen, wenn dieselbe Note nacheinander gespielt wird, um die Note zu "treffen" (die Noten zu trennen). Dies ist eine traditionelle Aufführungstechnik, die uchi-yubi 打ち指 ("Schlagende Finger") genannt und besonders häufig bei matsuri, kagura und Löwentanz verwendet wird. Der Klang wird üblicherweise durch lautmalerische Laute wie "phi-hyara-ara" ausgedrückt, und der "hyara-ara"-Teil drückt die Eigenschaften der uchi-yubi-Technik gut aus.

Beim Spielen von chromatischen Tönen, die nicht dem Grundgriff entsprechen, ist es üblich, die Tonhöhe zu erhöhen oder zu senken, indem das Griffloch halb geöffnet und der Winkel zwischen Luftstrom und Anblasloch subtil angepasst wird. Das Absenken der Tonhöhe wird als meri und das leichte Anheben der Tonhöhe als kari bezeichnet, wie bei der shakuhachi 尺八.

Notation

matsuri-Musik wurde und wird hauptsächlich mündlich überliefert und von Hand imitiert, und die Verwendung von Notenschrift war auf wenige Regionen beschränkt.

In den letzten Jahren hat jedoch die Verwendung der numerischen Notation und der Notensystemnotation in einigen Regionen zugenommen. Seit der Meiji-Zeit (1868-1912) wird die numerische Notation der Fukuhara-Schule für naga-uta-Musik auch verwendet, um shinobue-Musik aufzuschreiben. Die Notationsmethode ist je nach Schule unterschiedlich. Im Fukuhara-Stil werden Noten vertikal geschrieben und Tonhöhen in Ziffern ausgedrückt (chinesische Ziffern für tiefe Töne und arabische Ziffern für mittlere und hohe Töne), während Rhythmen (Beats) durch das Ziehen von vertikalen Linien neben den Ziffern oder durch die Verwendung von Symbolen (diagonale Linien anstelle von Ziffern) ausgedrückt werden, um die Ausdehnung von Notenwerten (Intervallen) anzuzeigen. Die Intervalle beziehen sich hier auf die Manipulation der Finger und des Atems. Seit einigen Jahren werden Notenliniennotation und horizontale Ziffernnotation oft zusammen geschrieben, wobei die Ziffernnotation nur für die einfache Notation von Tonhöhen verwendet wird und der rhythmische Teil manchmal weggelassen und der Notenliniennotation überlassen wird.

Übungen

  1. Grundlegende shinobue-Übung: Langer Atem
  2. Grundlegende shinobue-Übung: Tonerzeugung
  3. Grundlegende shinobue-Übung: kamae 構え
  4. shinobue-Notation und shinobue-Fingerübungen 1 bis 5: höhere ryo-on-Töne
  5. shinobue-Fingerübung 6: uchi-yubi 打ち指
  6. shinobue-Fingerübungen 7 bis 11: Tiefere ryo-on-Töne
  7. shinobue-Fingerübungen 12-15: uchi-yubi mit Öffnen und Schliessen
  8. shinobue-Fingerübungen 18 - 19: Wechsel von ryo-on 呂音 nach kan-on 甲音
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Der Name bedeutet "straff gebundene Trommel". Diese kleinere, hochtönige Trommel mit einem einteiligen Holzkorpus und zwei Fellen, die sehr straff über Eisenringe gespannt und mit Seilen oder Schrauben festgezogen werden, hat eine höhere Tonhöhe als die nagadō-daiko. tsuke-shime-daiko werden in verschiedenen japanischen musikalischen Kontexten verwendet, von nagauta über hayashi bis hin zu min'yō-Ensembles. Auch in unserem tr'ensemble-Training kommt sie regelmässig zum Einsatz. nōgaku-tsuke-shime-daiko haben eine etwas andere Konstruktion als die allgemein verbreitete Form und werden auch anders gespielt.
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Die nagadō-daiko 長胴太鼓 ist die prominenteste unter den genagelten taiko (byō-uchi-daiko 鋲打ち太鼓). Sie wird auch miya-daiko 宮太鼓 genannt, besonders solche mit kurzen Korpi.

Die nagadō-daiko gelangte wahrscheinlich in der Asuka-Periode (550 - 710 n.Chr.) zusammen mit dem Buddhismus aus China nach Japan.

Der Korpus ist aus einem einzigen Stück ausgehöhlten Holzes gefertigt. Die Haut wird mit Nieten am Körper befestigt.

Man findet die nagadō-daiko oft in Schreinen, Tempeln und öffentlichen Einrichtungen, und viele wadaiko-Gruppen spielen sie. Sie ist in Japan ein vertrauter Anblick, besonders an Bon-Festen.

In der Kanto-Region, vor allem in der Edo-Zeit (1603-1868), wurden oft kleinere Trommeln verwendet.