Die Sprache oder 'das Wort' tyrannisiert Uns am ärgsten, weil sie ein ganzes Heer von fixen Ideen gegen Uns aufführt.Quelle: Max Stirner – Der Einzige und sein Eigentum
Stuttgart Reclam [2016]
Reclams Universal-Bibliothek, Nr. 3057
Der Einzige und sein Eigentum (Book, 2016) [WorldCat.org]
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Der Einzige und sein Eigentum (Book, 2016) [WorldCat.org]Get this from a library! Der Einzige und sein Eigentum. [Max Stirner]
Mit der Untersuchung von Florian Eitel widmet sich zum ersten Mal seit 40 Jahren eine historische Studie der einflussreichen anarchistischen Juraföderation. Bisher namenlose Mitglieder dieser Organisation treten aus dem Schatten bekannter Revolutionäre wie Michail Alexandrowitsch Bakunin und Pjotr Alexejewitsch Kropotkin. Die mikrohistorische Globalgeschichte analysiert, wie eine noch heute global aktive politische Bewegung entstand und funktionierte.
Die digitale Version steht auf unserer Cloud zur Verfügung:
https://labonneheure.ch/cloud/philosophie/Literatur/deutsch/Eitel_Anarchistische_Uhrmacher_in_der_Schweiz.pdf
Sie ist gemäß
https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-3931-5/anarchistische-uhrmacher-in-der-schweiz unter einer CC BY-NC-ND 4.0-Lizenz verfügbar.
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Prousts erster Band des Werks "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" steht in drei Sprachen als digitale Dateien auf unserer Cloud zur Verfügung.
Französisch (Teil 1.1)
Französisch (Teil 1.2)
Deutsch
Englisch
Für Prousts Werke gilt die Gemeinfreiheit (Die Regelschutzfrist beträgt in der Europäischen Union und der Schweiz 70 Jahre, in den USA 95 Jahre, beginnend mit dem Ablauf des Todesjahres des Urhebers).
Französisch (Teil 1.1)
Französisch (Teil 1.2)
Deutsch
Englisch
Für Prousts Werke gilt die Gemeinfreiheit (Die Regelschutzfrist beträgt in der Europäischen Union und der Schweiz 70 Jahre, in den USA 95 Jahre, beginnend mit dem Ablauf des Todesjahres des Urhebers).
[...] Car la confiance est bien ce qui, en dernier recours, une fous tous les arguments soupesés, fait basculer notre décision dans un sens ou dans l'autre et prote è trancher (« le ferai-je avec lui ou non ? ») ; de même qu'elle est ce dont procède l'assentiment qui seul peut générer positivement une communauté. La confiance est bien ce qui assure la cohésion et la viabilité du politique, mais sans être pour autant aliénante, en quoi elle se distingue de tout effet de charisme [...]In François Jullien - De l'Être au Vivre, S. 45f.
Or la confiance ne relève ni de l'entendement ni de la volonté : elle n'est de l'ordre ni d'une perspicacité de l'intelligence ni d'un « je veux » ; tout en dépendant de nous, elle échappe à notre maîtrise : il n'y a confiance que s'il y a déprise. Car elle relève non pas tant de sujet que de la situation engagée, non pas tant de l'individu que de la relation nouée, non pas tant de l'action que du déroulemend d'un procès. Dans la confiance, les deux partenaires sont également inpliqués et coresponsables : elle est, non pas de l'être, mais de l' « entre » – j'y reviendrai. Car elle n'est pas attribuable exclusivement à l'un des deux ; et même ne peut-on plus discerner, quand elle s'est ancrée, auquel des deux elle est due. En quoi elle relève effectivement, non plus d'une action transitive ou de l'initiative solitaire d'un sujet, mais d'une transformation silencieuse des conditions de consubjectivité engagées.
[...]Letzten Endes ist es immer das Vertrauen, das unsere Entscheidung, nach Abwägung aller Argumente, in diese oder jene Richtung kippen und uns zu einem Urteil kommen lässt. Ihm entpringt auch die Zustimmung, aus der allein eine Gemeinschaft im positiven Sinn hervorgehen kann. Schliesslich ist es das Vertrauen, das eine Kohäsion und Gangbarkeit des Politischen gewährleistet, ohne jedoch zugleich entfremdend zu sein [...]In François Jullien – Vom Sein zum Leben, S. 47f.
Nun ist das Vertrauen weder vom Verstand noch vom Willen abhängig, haben wir es nicht unter Kontrolle: Vertrauen gibt es nur bei gleichzeitigem Loslassen. Es hängt nicht so sehr vom Subjekt als vielmehr von der konkreten Situation ab, nicht so sehr von der jeweiligen Handlung als vom Ablauf des Prozesses. Im Vertrauen sind beide Partner eingebunden und mitverantwortlich: Es besteht im Bereich des "Zwischen" und nicht dem des Seins. Es kann nicht exklusiv einem von beiden zugeschrieben werden, ja man kann, wenn es sich gefestigt hat, gar nicht mehr sagen, wem es zu verdanken ist. Es ist etwas, das nicht mehr einer transitiven Handlung oder der einsamen Entscheidung eines Subjekts zuschreibbar ist, sondern einer stillen Verwandlung der Bedingungen der eingegangenen gemeinsamen Subjektivität [consubjectivité].
English translation:
In the end it's trust that lets our decision – after having consulted all arguments – pivot towards one or another direction and that lets us finalize a judgement. Trust is also the origin of any consent which can lead to a community in a positive sense. It's trust after all which ensures the cohesion and the practicability of the political, without being alienating at the same time [...]
Now trust is depending neither on reasoning nor on will – we cannot control it: Trust exists only in combination with simultaneous relinquishing. Trust depends much more on the concrete situation rather than on a subject, much more on the course of the process rather than on a respective action. In trust, both partners are bound and jointly responsible: Trust exists in the sphere of "in between" and not in the one of "being". Trust cannot be ascribed to exclusively one of the partners. More than that, after a trust has been consolidated, one cannot tell anymore due to whom it is. Trust is something which is neither ascribable to a transitive action nor to the lonely decision of a subject anymore, but it is ascribable rather more to a silent transition of the conditions of the entered joint subjectivity (consubjectivité).
Das Marxsche Subjekt bleibt aufgrund seiner Herkunft ein Arbeitssubjekt. Selbst wenn es nicht arbeitet, ist es nicht zu einer ganz anderen Tätigkeit fähig. Ausserhalb der Arbeit bleibt es höchstens ein Konsument. Arbeiter und Konsument sind miteinander verwandt. Sie verbrauchen die Zeit. Sie haben keinen Zugang zur vita contemplativa.
In Byung-Chul Han - Duft der Zeit, S. 99
Die vita contemplativa ist eine Praxis der Dauer. Sie stiftet eine andere Zeit, indem sie die Zeit der Arbeit unterbricht.
In Byung-Chul Han - Duft der Zeit, S. 94
Erst im Zuge der Reformation kommt der Arbeit eine Bedeutung zu, die über die Lebensnotwendigkeit weit hinausgeht.
In Byung-Chul Han - Duft der Zeit, S. 90
Die Arbeit ist letzten Endes auf die Herrschaft und Einverleibung aus. Sie vernichtet die Distanz zu den Dingen. Der kontemplative Blick dagegen schont sie. Er belässt sie in ihrem Eigenraum oder Eigenglanz. Er ist eine Praxis der Freundlichkeit.
In Byung-Chul Han - Duft der Zeit, S. 79
Der kontemplative Blick ist insofern asketisch, als er auf die Beseitigung der Distanz, auf die Einverleibung verzichtet. In diesem Punkt ist Adorno Heidegger benachbart: "Der lange, kontemplative Blick […] ist immer der, in dem der Drang zum Objekt gebrochen, reflektiert ist. Gewaltlose Betrachtung, von der alles Glück der Wahrheit kommt, ist gebunden daran, dass der Betrachtende nicht das Objekt sich einverleibt."
In Byung-Chul Han - Duft der Zeit, S. 80
Wahrheit und Erkenntnis haben inzwischen einen archaischen Klang. Sie beruhen auf Dauer. Die Wahrheit hat zu währen. Sie verblasst aber angesichts einer immer kürzer werdenden Gegenwart. Und die Erkenntnis verdankt sich einer temporalen Versammlung, die Vergangenheit und Zukunft in die Gegenwart einspannt.
In Byung-Chul Han - Duft der Zeit, S. 44